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Digitale Informations-Veranstaltung des ajs für die Stadt Mannheim zum Thema Prävention und Intervention bei drohender Zwangsverheiratung: Grundlagen und Möglichkeiten
Im Rahmen der Veranstaltung gibt es grundlegende Hinweise zu Zwangsverheiratung; die (Beratungs-)Angebote in Baden-Württemberg werden vorgestellt.
Eingeladen sind alle Personengruppen, die mit Menschen aus Einwandererfamilien und internationaler Geschichte arbeiten.
Durchführung und Teilnahme sind aufgrund besonderer Förderung durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration kostenfrei möglich.
Zwangsverheiratungen hängen eng mit patriarchalen Gesellschaftsstrukturen zusammen. Männern und Frauen werden hier unter-schiedliche Rollen zugewiesen, die der Wahrung der Familienehre dienen. Junge Menschen haben für ihre persönliche Lebensplanung differenzierte und sehr unterschiedliche Vorstellungen. Eine – drohende – Zwangsverheiratung steht der eigenständigen Lebenspla-nung entgegen. Das Recht, selbst über das eigene Leben zu bestimmen und sich frei für einen Beruf und eine Partnerschaft zu ent-scheiden, wird damit verwehrt. Das trifft mehrheitlich Mädchen, aber auch Jungen. Betroffene geraten in einen tiefgreifenden Kon-flikt mit sich und ihrer Familie. Im Zentrum dieses Konfliktes steht ein Begriff von Ehre, der einer patriarchalen Tradition entstammt. Die betroffenen jungen Menschen sind besonders auf niederschwellige professionelle Unterstützung und den Schutz unserer Gesellschaft angewiesen.