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Workshop 1 – CIRS: Mit Wirkung und als Motor der Sicherheitskultur
Referentinnen: Vera Triphaus, Senior Beraterin der GRB; Anja Pope, Senior Beraterin der GRB
Moderation: Dr. med. Susanne Macher-Heidrich,
Leitung Qualitätssicherung: Ärztekammer Nordrhein
Das Seminar vermittelt kompakt, praxisnah und berufsgruppenübergreifend, wie CIRS als wirksames Instrument zu mehr Patientensicherheit genutzt werden kann. Nach einem interaktiven Einstieg werden Grundlagen der Sicherheitskultur und von CIRS erläutert. Unterschiedliche Perspektiven verschiedener Professionen im stationären Setting zeigen Erwartungen und Herausforderungen im Umgang mit CIRS. Ergänzt wird dies durch einen Überblick über Aufbau, Struktur und Prozesse von CIRS-Systemen, sowie über fördernde und hemmende Maßnahmen für einen erfolgreichen Betrieb in der Praxis.
Workshop 2 – Gewaltprävention in der medizinischen Versorgung: Handeln bevor etwas passiert
Referent: Dr. Hans-Joachim Eberhard
Moderation: Christopher Arndt, Leitung GB Versorgungsqualität, Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe
Problematische gesellschaftliche Entwicklungen machen leider auch vor den Einrichtungen im Gesundheitswesen nicht halt. In diesem Workshop geht es um Präventionsmaßnahmen, um die Sicherheit in der Versorgung zu erhöhen und kritische Situationen besser zu beherrschen. Wir machen uns praxisnahe Basistechniken der Deeskalation von Gewalt deutlich. Gleichzeitig sind wir an Ihren Erfahrungen interessiert: Welche ängstigenden Situationen haben Ihre Mitarbeitenden schon erlebt, was ist Ihnen selbst in diesem Bereich schon begegnet? Wir präsentieren einen kurzen Input und wollen mit Ihnen zusammen entwickeln, wie professionelle Deeskalation von Gewalt und Verhinderung von Verletzungen von Mitarbeitenden und Patienten aussehen könnte.
Workshop 3 – KI zur Analyse kritischer Vorfälle in der Gesundheitsversorgung
Referent: Dr. med. Carlos Ramon Hölzing, Assistenzarzt Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, Universitätsklinikum Würzburg
Moderation: Iman Hammou, Referentin Qualitätsmanagement, IT und Datenanalyse, KGNW
Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in viele Bereiche der Arbeitswelt und unseres Alltags. Sie ermöglicht es, große Datenmengen effizient zu analysieren und daraus wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Auch im Gesundheitswesen bietet der Einsatz von KI ein enormes Potenzial. In Krankenhäusern wird KI bereits in der Diagnostik genutzt, etwa zur Auswertung von Röntgenaufnahmen oder in KI-gestützten Roboterassistenzsystemen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie KI zur Analyse kritischer Vorfälle in der Gesundheitsversorgung eingesetzt werden kann, welche Möglichkeiten heute bereits bestehen und welche Grenzen aktuell noch gegeben sind.
Workshop 4 – Medication Safety Officer
Referentin: Prof. Dr. sc. hum. Hanna M. Seidling, Universitätsklinikum Heidelberg
Moderation: Carina John, Apothekerkammer Nordrhein
Es ist unstrittig, dass der Medikationsprozess ein Hochrisikoprozess ist und die Gewährleistung der Arzneimitteltherapiesicherheit eine Herausforderung. Umso wichtiger erscheint die Implementierung von Maßnahmen auf System- oder Organisationsebene, die den Medikationsprozess stärken. Für die Konzeption solcher Maßnahmen gibt es international „Medication Safety Officers (MSO)“. Die Rolle der MSO liegt darin, Risiken im Medikationsprozess zu erkennen und geeignete Maßnahmen abzuleiten – mit dem Fokus auf eine Institution, jedoch im Austausch mit anderen MSO. Im Workshop sollen internationale Konzepte vorgestellt und diskutiert werden, wie ein solcher Ansatz in Deutschland genutzt werden könnte.
Workshop 5 – „Room of Horrors“ in der niedergelassenen Praxis
Referent: Dr. med. Johannes Nolte, Internist, Köln
Moderation: Miriam Mauss, Medizin und Pharmazie, Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Ein Rezeptblock liegt offen auf dem Tresen, zwei ähnlich klingende Medikamente stehen nebeneinander im Schrank, ein Stuhl im Wartezimmer wackelt – und das Telefon klingelt genau dann, wenn das Rezept erstellt wird. Solche Situationen gehören zum Alltag in der niedergelassenen Praxis. Doch sie bergen Risiken, die oft unbemerkt bleiben.
In diesem Workshop spüren die Teilnehmenden typische Risikosituationen im ambulanten Alltag auf. Nach einem kollegialen Erfahrungsaustausch und einem Impulsvortrag analysieren Kleingruppen anhand von Fallvignetten versteckte Fehler und gefährliche Routinen – und entwickeln konkrete Lösungsansätze zur Stärkung der Patientensicherheit in der eigenen Praxis.
Workshop 6 – Schnell und sicher analysieren: London Protocol light
Referenten: Susanne Eschkötter, Mitglied der CIRS-NRW Gruppe; Alexander Neufang, H&N-Projektmanagement (GdBR)
Moderation: Anke Follmann, Ärztekammer Westfalen-Lippe
Was tun mit unerwünschten Ereignissen oder Fehlern, die zu relevant sind, um sie einfach zu ignorieren, aber nicht gravierend genug für eine M&M-Konferenz oder eine ausführliche Fallanalyse?
Das „London Protocol light“ setzt genau hier an: Es soll diese Lücke schließen und eine praxisnahe, zeiteffiziente Vorgehensweise bieten. In diesem Workshop wird eine Methode vorgestellt, mit der sich unerwünschte Abweichungen mit vertretbarem Zeitaufwand strukturiert bearbeiten lassen. Sie dient den Teilnehmenden als praktische Arbeitshilfe und Orientierung und wird anhand konkreter Fallbeispiele angewendet und erprobt.
Workshop 7 – Vom Cockpit in die Apotheke: CRM-Leitsätze neu gedacht
Moderation und Referenten: Annabelle Ludescher, Apothekerkammer Westfalen-Lippe; Dr. Oliver Schwalbe, Apothekerkammer Westfalen-Lippe
Crew Resource Management (CRM) wurde ursprünglich in der Luftfahrt entwickelt und später für die Medizin und den Rettungsdienst in Form konkreter Leitsätze weiterentwickelt. Es beschreibt Prinzipien für gute Kommunikation, Teamarbeit und ein strukturiertes Vorgehen im Arbeitsalltag. Auch in Apotheken bestehen vielfältige Risiken für die Patientensicherheit. Im Workshop übertragen die Teilnehmenden CRM auf typische Apothekensituationen und entwickeln gemeinsam praxisnahe Leitsätze.
Veranstaltungsort
Robert-Schimrigk-Str. 4-644141 Dortmund
Deutschland
Koordinaten (Lat, Long):
51.501129, 7.48777
Karte anzeigenRoutenplanung
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