Info
Häusliche Gewalt betrifft Menschen aller Altersgruppen, sozialen Schichten und kulturellen Hintergründe. Insbesondere Frauen sind häufiger und von schwererer Gewalt betroffen als Männer. Flucht, Traumatisierung, unsicherer Aufenthaltsstatus, beengte Wohnverhältnisse stellen Risikofaktoren dar und können die Gewaltdynamik verstärken. Kinder sind von der Gewalt zwischen ihren Eltern immer mitbetroffen. Das Miterleben von Gewalt kann vielfältige Auswirkungen auf das Verhalten und die Entwicklung von Kindern haben und ist ein Indikator für eine Kindeswohlgefährdung.
Fachkräfte stehen dabei vor großen Herausforderungen: Wie können Warnsignale erkannt werden? Wie spricht man Gewaltbetroffene, Gewaltausübende und Kinder sensibel an? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten? Und welche konkreten Handlungsmöglichkeiten gibt es?
Wir laden Sie herzlich zu unserer Online-Veranstaltung zum Thema „Prävention und Intervention bei Häuslicher Gewalt" am 04.05.2026 von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr ein. Dieses Seminar vermittelt fundiertes Wissen sowie praxisnahe Strategien zum professionellen Umgang mit häuslicher Gewalt und der besonderen Betroffenheit von Kindern. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung der Handlungssicherheit im Berufsalltag sowie auf der Reflexion eigener Haltung und professioneller Grenzen.
Um die Veranstaltung noch praxisnäher zu gestalten, laden wir Sie ein, eigene Fallbeispiele und Fragen bereits im Vorfeld anonymisiert per Mail an gewaltschutz@caritas-karlsruhe.de einzusenden. Die Einreichungen werden an die Referentin weitergeleitet und nach Möglichkeit im Online-Seminar aufgegriffen.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen interaktiven digitalen Austausch!
Referentin: Henrike Krüsman. Master Soziale Arbeit. Insoweit erfahrene Kinderschutzfachkraft nach § 8 a SGB VIII. Zertifizierte Trainerin von UNICEF zur Umsetzung der „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften.
Zielgruppe: Die Fortbildung richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter:innen sowie an Leitungskräfte in Unterkünften für geflüchtete Menschen, an Mitarbeitende in kommunalen Behörden, Landesbehörden und Beratungsangeboten für geflüchtete Menschen.
Teilnahmegebühr: Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Aufgrund der BMBFSFJ-Förderung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ wird die Veranstaltung für die Teilnehmenden kostenfrei angeboten.
Die digitale Schulung wird veranstaltet von DeBUG 2.0 Süd - Kontaktstelle für Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Saarland
Kontakt bei Rückfragen: Isabell Auer und Sabrina Wachter. Multiplikatorinnen für Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Saarland gewaltschutz@caritas-karlsruhe.de.
Das Projekt „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen 2.0“ (DeBUG 2.0) ist ein Projekt der Wohlfahrtsverbände AWO Bundesverband, Deutscher Caritasverband, Diakonie Deutschland, Deutsches Rotes Kreuz und Der Paritätische Gesamtverband und wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert.