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Interne Seminarreihe


„systemische Qualifikation in der Gemeindepsychiatrie“




Systemische Ansätze sind eine wichtige Grundlage der täglichen Arbeit in allen Bereichen des VfS. Die nun angebotenen Seminarreihe, soll Mitarbeitenden ermöglichen ihre Kompetenzen und Fertigkeiten zu erweitern und sich neue systemische Inhalte anzueignen.


Angesprochen sind vorrangig diejenigen, welche bisher keine systemische Weiterbildung absolviert haben und die Teilnahme neuer Mitarbeitenden ist ausdrücklich erwünscht.


Die Seminare der Reihe bauen inhaltlich aufeinander auf, sodass eine durchgehende Teilnahme erwartet wird. Bei einer Anmeldung zu dieser Fortbildung, sind die Termine in der Urlaubsplanung zu berücksichtigen.




Termine:        

23.03. und 24.03.2026                    systemisches Basiswissen

10.06. und 11.06.2026                   Recovery

28.10. und 29.10.2026                   Dreiecksgeschichten - Kommunikation und Kontaktgestaltung

22.02. und 23.02.2027                    Krisenprävention und Bewältigung.

            


  1. Systemisches Basiswissen

In der Gemeindepsychiatrie gewinnt Beratungskompetenz zunehmend an Bedeutung. Dies betrifft sowohl die direkte Betreuungsarbeit als auch die Kontaktgestaltung mit Angehörigen und Kooperationspartnern. Fachlich ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter*innen sind hierfür gut gerüstet.

Um emphatisch und kompetent zu unterstützen und zu beraten, ist es hilfreich, sich seiner Fähigkeiten bewusst zu sein, und diese in der Praxis zu nutzen.
Eine systemische Grundhaltung und Beratungskompetenz sind hierbei sehr von Vorteil.


In dem Seminar beschäftigen wir uns mit:

  • Zugang und Grundhaltung zu systemischem Arbeiten in der Gemeindepsychiatrie
  • Systemischer Zugang zu psychischen Erkrankungen und Störungsbildern
  • Ressourcenorientierung in der täglichen Arbeit
  • Als Profi auf Augenhöhe kommunizieren

  1. Recovery

Recovery bedeutet, dass sich ein Mensch mit der Erfahrung einer psychischen Erkrankung an der Gestaltung seines Lebens möglichst aktiv beteiligt. Er kann eigene Fähigkeiten (wieder)erlangen und in Handlung umsetzt. Profis können ihn dabei aufmerksam und individuell unterstützen.

Für Menschen, die unter Umständen seit vielen Jahren kaum selbständig gelebt haben, ist dies nicht mehr selbstverständlich. Auch für Profis in diesem Arbeitsfeld ist es nicht immer eine Selbstverständlichkeit Klient*innen auf Augenhöhe zu begleiten. Sicherheit bieten, Struktur geben und gleichzeitig Spielräume der Entwicklung öffnen, das ist eine Kunst und für alle Beteiligte lohnenswert!


  • Ressourcen entdecken und darauf aufbauen
  • Selbstsicherheit und Selbstbefähigung der Klient*innen fördern ohne zu sie überfordern
  • Eigene Grenzen und die des Klienten erkennen und beachten
  • Ressourcenorientiert kommunizieren
  • Empowerment als Konzept der Begleitung
  • Systemische Ansätze der ressourcenorientierten Arbeit


  1. Dreiecksgeschichten - Kommunikation und Kontaktgestaltung

Wenn wir in einer Einrichtung oder einem ambulanten Dienst Menschen betreuen, stehen wir - wie der Klient auch- fast automatisch mit Angehörigen und dem sozialen Umfeld in Kontakt. Gemischte Gefühle, handfeste Konflikte oder ein gutes Hand-in-Hand-Arbeiten können sich im Verlauf der Monate und Jahre entwickeln. Damit die Dreiecksbeziehung grundsätzlich die Chance auf eine gute Entwicklung bekommt, können wir als Profis hilfreich sein.


In diesem Workshop geht es darum neben kurzen theoretischen Inputs an konkreten Konstellationen zu arbeiten. Anhand von fiktiven Fällen werden Chancen und Möglichkeiten einer kreativen und erfolgreichen Kommunikation erörtert.


  1. Krisenprävention und Bewältigung - systemisch und ressourcenorientiert –

Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen erleben neben Phasen der Stabilität auch Krisenzeiten. Prävention erhöht die Chance Krisen zu verhindern bzw. deren Auswirkungen abzumildern. Es ist sinnvoll den betreffenden Menschen und sein persönliches Umfeld in diesen Prozess auf Augenhöhe zu einzubinden. Kommt es dennoch zu einer Krise sind Flexibilität, Empathie und Entscheidungsfähigkeit der Profis gefragt.


Ziele des Seminars:

  • Beteiligung der Klient*in in den Prozess der Selbstfürsorge
  • Mögliche Auslöser und Frühwarnzeichen bei psychisch beeinträchtigten Menschen (er)kennen
  • Möglichkeiten der Vorbeugung und zur Abmilderung von Krisen sind bekannt und können eingesetzt werden
  • Chancen und Grenzen von Klient*in-/Patientenvereinbarung sind bekannt
  • Die Unterstützung des Teams in Krisenzeiten wird genutzt
  • Möglichkeiten der verbalen und nonverbalen Kontaktgestaltung und Intervention werden eingesetzt.


Teilnehmer

Sonstiges