Zukunft Landschaft: Die Wässerwiesen und ihre Menschen
Die traditionelle Bewässerung von Wiesen und Feldern in Europa ist seit 2023 von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Sie erfordert ein tiefgreifendes Verständnis der örtlichen Topografie, der Wasser- und Bodenverhältnisse und des Klimas. Zugleich ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Mühlen- und Grundbesitzern sowie lokalen Behörden und Wassergenossenschaften unabdingbar, um diese Landnutzungsform mit ihren prägenden Elementen (Wehre, Gräben, Mikrorelief) in die Zukunft zu tragen.
In Franken ist die Wiesenbewässerung seit dem 15. Jahrhundert urkundlich nachweisbar und gewinnt im Zuge des Klimawandels und des Artensterbens wieder zunehmend an Bedeutung. Denn die traditionelle Bewässerung fördern die Biodiversität, stabilisiert den Landschaftswasserhaushalt und tragen zur Grundwasseranreicherung bei. Eine gelebte Tradition, die viele Potenziale bietet und die im Rahmen der Veranstaltung in ihrer ganzen Bandbreite behandelt und diskutiert werden soll.
Im Rückblick auf die ANL-Fachtagung vom Juli 2025 soll ein besonderer Fokus auf die herausfordernden Aspekte wie Wasserknappheit, Priorisierung von Gebieten und rechtliche Rahmenbedingungen gelegt werden.
Die gemeinsame Fachtagung der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege und des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege findet im Presseclub Nürnberg statt.
Detailprogramm: Zukunft Landschaft