Ein neuer Blick auf ein starkes Gefühl
Lesung und Talk mit Matthias Kreienbrink
Zu Gast in Hagen ist Matthias Kreienbrink, Gesellschafts- und Digitaljournalist und schreibt u.a. für DIE ZEIT, Der Spiegel, die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. In seinem 2025 erschienenen Buch zeigt er, wie Scham entsteht und in welchen Bereichen sie besonders häufig auftritt. Er lässt Menschen zu Wort kommen, deren Leben von Scham geprägt wurde oder die kreative Wege aus ihr aufzeigen. Darunter sind auch bekannte Personen wie Ulrich Matthes, Kevin Kühnert und Samira El Ouassil.
Kreienbrink macht deutlich, dass Scham nicht nur ein unangenehmes Gefühl ist. Sie hat auch positive Seiten. Er fragt, welche Bedingungen es braucht, damit diese Emotion für uns und für die Gesellschaft, in der wir leben, wieder produktiv werden kann. Dabei betrachtet er die politischen, wirtschaftlichen, psychologischen und soziologischen Dimensionen der Scham. Autorin Samira El Ouassil schreibt dazu: „Jeder schämt sich, aber keiner spricht darüber – aus Scham. Matthias Kreienbrink durchdringt dieses unbehagliche, heftige Gefühl so einfühlsam wie analytisch [...]. Nach der bewegenden Lektüre schämt man sich selbstbewusster.“
Der Abend beginnt mit einer Lesung aus dem Buch. Im anschließenden Talk mit Katharina Eßer und dem Publikum geht es um die Frage, warum Scham gerade heute so wirksam ist, wie sie in Beschämung umschlägt und was dagegen hilft. Passend zum Reihenthema geht es zudem um Würde: Wie können wir einander so begegnen, dass Menschen sich nicht bloßgestellt, sondern gesehen fühlen?
Die Reihe wird vom Caritasverband für das Erzbistum Paderborn e.V. durch den Förderfonds Demokratie und Zusammenhalt gefördert.
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