Angebote in Schiene 1
1. Mathematik kooperativ und kommunikativ erleben Gabriele Klenk, Rin a.D. (Vorsitzende LG Bayern)/ Judith Endisch, Seminarrektorin (LG Bayern)
An substanziellen Aufgabenstellungen des Bereichs Arithmetik in der Eingangsstufe wird aufgezeigt, wie sich Kinder in Kooperation über Prozesse zur Lösung austauschen und wie sie durch die Lehrkraft hierbei unterstützt werden können. Dabei sollen Teilnehmende sowohl über eigene Erfahrungen als auch über Transfermöglichkeiten ins Gespräch kommen.
2. Manche Wörter sind wie kostbare Kieselsteinchen … Marion Gutzmann, Vorsitzende Grundschulverband e.V.
Den Kindern begegnen unterschiedlichste Wortschätze, die es immer wieder aufs Neue zu entdecken gilt - hörend, sprechend, schreibend und lesend. Im Workshop wird gemeinsam erprobt und reflektiert, welche Lerngerüste für Wortschatzarbeit angeboten werden können und welche Lernaufgaben bzw. Lerngelegenheiten den Kindern geeignete Anlässe bieten, ihren Wortschatz systematisch zu erweitern und sprachliches Lernen sichtbar zu machen.
3. Konstruktive Elterngespräche: Verstehen, leiten, gemeinsam Lösungen finden Michael Bauernschuster, Beratungslehrkraft (Delegierter LG Bayern)
Der Workshop greift zentrale Modelle der Kommunikationspsychologie auf. Im Mittelpunkt stehen Faktoren einer lösungs- und ressourcenorientierten, kooperativen Gesprächsführung im Spannungsfeld von Verstehen und Leiten.
Wie bauen wir eine tragfähige Beziehung zu Eltern auf, die auch herausfordernde Gespräche aushält? Wie fördern wir die Kooperationsbereitschaft von Eltern? Welche Haltung sowie Gesprächs- und Fragetechniken helfen dabei, Perspektivwechsel anzustoßen, Bedeutungen und Gefühle zu erkunden und Eltern dabei zu unterstützen, eigene Lösungen zu entwickeln? Wie kommunizieren wir mit Eltern über Lern-, Leistungs- und Verhaltensschwierigkeiten?
Nach einem kurzen theoretischen Input gehen wir diesen Fragen gemeinsam nach und erproben zentrale Aspekte in praktischen Übungen.
4. Inklusion heißt Leben teilen Tim Wiegelmann, Dr. Gerald Klenk, Mitglieder im Vorstand Lernwirkstatt Inklusion e.V.
Inklusion in der Schule? Ist ja ganz nett, aber auch realistisch? In einer moderierten Gesprächsrunde diskutieren wir über den menschenrechtlichen Anspruch (den Schule oft genug verhindert), was er bedeutet und wie er gelebt werden kann. Die Teilnehmenden bringen bitte ihre Gedanken und Erfahrungen mit ein, am liebsten natürlich ihre GUTEN Erfahrungen.
5. Best of – Kinder über das Medium Sandkasten gezielt zum Sprechen bringen Ulrike Gangkofer, Seminarrektorin
Es gibt kein schlichteres Medium als ein bisschen Sand, um Kinder miteinander zum Sprechen zu bringen. Tipps, Tricks und einfachste Handhabungen zum sofortigen Einsatz werden in diesem handlungsorientierten Workshop vermittelt.
6. Schreibzeit – Wie fange ich eigentlich an? Tamara Pflier, Lehrerin, Leiterin Leßmann-Netzwerk Bayern
Kinder haben etwas zu sagen - und das Freie Schreiben gibt ihnen den Raum dafür. In diesem Workshop steht die Schreibzeit nach Beate Leßmann im Mittelpunkt: ein strukturiertes, aber offenes Format, das Kinder dazu einlädt, eigene Themen, Texte und Schreibwege zu entwickeln.
Wir beleuchten zunächst, warum freies Schreiben im Grundschulunterricht so bedeutsam ist: als Möglichkeit, Schreiben als Ausdruck der eigenen Person zu erleben, Schreibfreude und Schreibmotivation zu wecken und zugleich handwerkliche Fähigkeiten situiert und sinnvoll zu festigen.
Im zweiten Teil des Workshops lernen wir die Bestandteile der Schreibzeit kennen:
- die Autorenrunde als gemeinschaftlicher Ausgangspunkt, an dem Schreibideen entstehen und geteilt werden.
- die Schreibberatungen und Konferenzen als Formate, in denen Kinder sich gegenseitig beim Schreiben und Überarbeiten unterstützen.
- die Textüberarbeitung als eigenständiger Schritt, der Kinder zu bewussten und selbstkritischen Schreiberinnen und Schreibern macht.
- die Autorenlesungen als öffentlichen Abschluss, bei dem Texte eine Leserschaft finden und Wertschätzung erfahren.
Im dritten Teil geht es ganz konkret um die Umsetzung im Unterrichtsalltag: Wie starte ich die Schreibzeit in meiner Klasse? Welche Rahmenbedingungen brauche ich? Wie begleite ich Kinder, die (noch) wenig schreiben? Anhand von Praxisbeispielen und Schülerarbeiten entwickeln wir gemeinsam Wege, die Schreibzeit fest im Schulalltag zu verankern.
Der Workshop richtet sich an Lehrkräfte, die die Schreibzeit kennenlernen oder weiterentwickeln möchten - unabhängig davon, ob sie bereits erste Erfahrungen mitbringen oder ganz neu einsteigen.
7. Das Buchstabenregal – die Anlauttabelle passend zum Konzept von Beate Leßmann Franziska Milek, Lehrerin und Multiplikatorin Leßmann-Netzwerk
Ein Regal voller "Buchstabenbücher" lädt zum Erkunden und Schreiben eigener Wörter ein.
- Was ist das Besondere an dieser Anlauttabelle?
- Verzahnung mit den Arbeitsheften von Beate Leßmann
- Erfahrungen aus der Erprobungsphase
8. Schreibzeit und Leistungsüberprüfung Beate Leßmann, Moderatorin in Ausbildung und Fortbildung im Fach Deutsch
Unterricht, in dem Kinder Eigenes verschriften und darüber sprechen dürfen, hält viele alternative Wege für die Leistungsüberprüfung bereit. Hier werden einige Wege vorgestellt.
9. Wolkenbrot, das Land hinter der Mauer und eine kunterbunte Tierschar, die sich anstellt: Wie Bilderbücher Kinder zum Sprechen und ins Schreiben bringen
Marina Schwabe, Lehrerin und Multiplikatorin Leßmann-Netzwerk
Bilderbücher haben das Potential, Kinder zum Fantasieren, zum Sprechen und zum Schreiben anzuregen. Einige Bilderbücher bieten sich aufgrund ihrer künstlerisch-ästhetischen, sprachlichen und/ oder narrativen Gestaltung in besonderer Weise dazu an, über ihre Protagonist:innen und die Handlung kreativ nachzudenken, Perspektiven einzunehmen, Geschichten (weiter) zu erzählen, über das, was passieren wird, zu spekulieren oder alles kurzerhand von links nach rechts zu drehen. In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden solche besonderen Bilderbücher kennen, erarbeiten gemeinsame Unterrichtsvorschläge und haben zudem die Gelegenheit, sich über eigene Erfahrungen und Praxistipps im Umgang mit Bilderbüchern auszutauschen. So kann am Ende des Workshops gewissermaßen ein buntes gemeinsames "Buch der Bilderbuch-Ideen" entstehen.
10. Unterricht im Wald – Vom Klassenzimmer zum Erlebnisraum Dr. Olivia Dieser, Anna Hunklinger, Projekt „Unterricht im Wald", Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Regelmäßig draußen in der Natur unterrichten - lehrplankonform, in beinahe allen Fächern, lebendig und mit allen Sinnen. Das Bildungskonzept "Unterricht im Wald" macht dies möglich. Bei unserem Workshop können Sie verschiedene Unterrichtseinheiten kennenlernen und ausprobieren - u. a. auch zur Sprachbildung.
Kurzfilm als Vorgeschmack: https://www.youtube.com/watch?v=SN0mHwKX1QQ
11. Talk im Leßmann-Netzwerk Julia Wild, Katrin Banh, Sonja Höcht, Lehrerinnen und Multiplikatorinnen Leßmann-Netzwerk
Im Talk kann man den Erfahrungen der drei Kolleginnen in etwa 30-minütigen Häppchen lauschen und dann zum nächsten Thema wechseln. Ziel ist es, Erfahrungswerte zu teilen, Fragen stellen zu können - unkompliziert und spontan!
- Katrin Banh: Kreatives Schreiben als Motor für Sprachbildung.
Die Sprache wächst dort, wo Kinder erzählen, ausprobieren und schreiben. Wie können solche Lernräume im Unterricht entstehen? Und wie gelingt Sprachbildung,
die Kinder begeistert?
- Sonja Höcht: Wie bringen wir Kinder miteinander ins Gespräch, fördern aktives Zuhören und entwickeln eine wertschätzende Feedbackkultur?
Die Autorenrunde nach Beate Leßmann zeigt, wie Schülerinnen und Schüler durch den Austausch über eigene Texte zu aufmerksamen Zuhörenden, reflektierten
Gesprächspartnern und motivierten Schreibenden werden. Erhalte Einblick in die Umsetzungsmöglichkeiten für deinen Unterricht.
- Julia Wild: Uns so habe ich angefangen!
Meine Anfänge mit der freien Schreibzeit in der 2. Klasse: Einführung des Schatzbuches, Möglichkeiten zur Differenzierung, Entwicklung von Qualitätskriterien,
Weiterarbeit mit den Texten der Kinder
12. Eichendorff-Grundschule Hof goes Leßmann-Konzept – systemische Schulentwicklung einer Startchancen Grundschule Ulrike von Rücker, Rektorin und
Schulentwicklungsmoderatorin
Eine Startchancen-Grundschule berichtet: Unser Leßmann-Schulentwicklungsprozess in Bausteinen zum Nachbauen.
Seit wir offiziell den Leßmann-Ansatz als gemeinsamen Weg unserer Schule bekannt gegeben haben, beneiden uns externe Lehrkräfte um den systematischen Ansatz, ist die Motivation aller absolut spürbar und entsteht ein gemeinsamer Aufbruch. Du willst wissen, wie das geht?
In meinem kompakten, praxisnahen Workshop erzähle ich offen und ehrlich, wie wir als Startchancen-Grundschule Schritt für Schritt eine systematische Schulentwicklung aufgesetzt haben - mit viel Mut, Herzblut, Testläufen, gelegentlichem Scheitern und großem Engagement.
Was du mitnimmst:
- Konkrete Bausteine und Impulse, die du sofort an deiner eigenen Schule einsetzen kannst.
- Beispiele, wie aus einzelnen Ideen ein gemeinsames Schulprofil wird.
- Mutmacher-Geschichten: Scheitern erlaubt, daraus lernen erwünscht.
- Praktische Tools für nachhaltige, kollegiale Entwicklung.