Thema:
Sucht verstehen und erkennen – hilfreich intervenieren
Termin:
22.09.2025
01.10.2025
jeweils 09:00-16:00 Uhr
Zielsetzung:
Vermittlung von Grundlagenwissen zur Dynamik und Diagnostik von Suchtstörungen, deren Ursachen und aufrechterhaltenden Bedingungen. Einblick in den Beratungsansatz der motivierenden Gesprächsführung.
Themenübersicht:
1 Sucht verstehen
Aktuelle sozio-kulturelle Hintergründe zu psychischen Störungen und Suchtverhalten
(Stichworte: Sucht und Rauschmittel zu allen Zeiten, aktuelle Polykrise, Zeitenwende, individuelle und kollektive Belastungserfahrungen, Krankenstände, Selbstheilungsversuche, Fluchten in künstliche Paradiese)
2 Sucht erkennen
Individuell disponierende Bedingungen (Vulnerabilität, Komorbidität, geringe Resilienz u.a.m.)
Das bio-psycho-soziale Störungsmodell
Sucht/Abhängigkeit als Krankheit
Diagnostische Merkmale und Bedeutungsverstehen
-Rausch und Entgrenzung
-Unwiderstehliches Verlangen
-Verlust der Selbstkontrolle
-Selbstschädigung
-Abhängigkeit vs. Autonomie
3 Sucht beachten und benennen – Grundlagen hilfreicher Intervention
Die eigene Einstellung zur Sucht
Risiko „Co-Abhängigkeit“
Einfühlen und Annehmen – Die Beziehung im Zentrum
Haltung und hilfreiche Rahmenbedingungen zur Förderung von Eigenverantwortung und Autonomie
„Königsweg Abstinenz“ – und zusätzliche Pfade: Spontanremission, Harm-reduction, Substitution
4 Der Ansatz der motivierenden Gesprächsführung
In Bewegung kommen – Aufbau von Motivation
Ressourcen und Resilienzen entdecken
Die Kunst der Konfrontation – Umgang mit Ambivalenz und Widerstand
Selbstverstehen und Selbsteinbringung
Ziele vereinbaren und erreichen
Methodisches Vorgehen:
Vortrag, Gruppenarbeit, Erfahrungsangebote und Rollenspiele.
Im Zentrum steht dabei die Arbeit in der Gruppe und der interaktionelle Prozess.
​​​​​​​Seminarleitung und fachliche Qualifikationen:
Wolfgang Bensel, Dipl. Sozialarbeiter (FH), Suchttherapeut, Heilpraktiker (PT), Gesprächspsychotherapeut und Ausbilder (GwG).