Anmeldung beendet

Workshopangebote Sommerferien
10.07.2026-13.08.2026

Ort der Veranstaltungen:
Fachstelle proRespekt
Rigaer Str. 71A
10247 Berlin

Auch in den Sommerferien 2026 bietet das Team von proRespekt Workshopangebote in den verschiedenen Kompetenzbereichen an. Die jeweiligen Workshops werden von ein oder zwei proRespekt-Pilot*innen und/oder proRespekt-Coaches über jeweils einen Tag angeboten. 

Nähere Beschreibungen und die Auswahloption sind weiter unten zu finden. Bitte melden Sie sich bis zum 30.06.2026 auf dieser Seite an. Soweit die Plätze reichen, sind proRespekt-Coaches, Schulsozialarbeitende, Lehrkräfte und alle anderen Interessierten, die im Schulumfeld arbeiten, herzlich eingeladen.

Workshopübersicht:

1. Fr., 10.07.2026, 9-15 Uhr:                          
“No Blame Approach & FARSTA Contigo”
8-12 Teilnehmende
Workshopleitung: Kathrin Kirschey, Wolfram Metzig-Eisner

2. Di.,14.07.2026, 9-16 Uhr:
"Traumasensibel handeln im Schulalltag"
max. 14 Teilnehmende
Workshopleitung: Wolfram Metzig-Eisner

3. Mi., 15.07.2026, 9-15 Uhr:
"Scham und Menschenwürde“
max. 12 Teilnehmende
Workshopleitung: Jana Brinkmann

4. Do., 16.07.2026, 9-14 Uhr:
“Achtsamkeit, Krise und Handlungssicherheit”
max. 14 Teilnehmende
Workshopleitung: Kai Pfeffer

5. Di., 11.08.2026, 10-16 Uhr:
“Radikalisierung und Extremismus im schulischen Kontext erkennen und handlungsfähig bleiben”
6-12 Teilnehmende
Workshopleitung: Alev Kubat

6. Mi., 12.08.2026, 10-16 Uhr:                         
“Einstieg in die Sexualpädagogik”
                  DIESER WORKSHOP FINDET NICHT STATT!!
 5-15 Teilnehmende
Workshopleitung: Maria Krisinger
 

7. Do., 13.08.2026, 10-16 Uhr:
“Von Tradwives bis Alpha Males – Antifeminismus an Schule begegnen”
 5-15 Teilnehmende
Workshopleitung: Lia Calvelo, Maria Krisinger

Teilnehmer*in

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Bitte Workshopauswahl treffen:

Zwei bewährte Interventionsprogramme für den professionellen Umgang mit Mobbing in der Schule. In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden beide Methoden praxisnah kennen und erhalten die Möglichkeit, deren Anwendung konkret zu erproben. Im Mittelpunkt stehen Handlungssicherheit, Haltung und wirksame Gesprächsführung. 

Der Workshop bietet Raum für Austausch, Übungen und Reflexion, damit Ihr gestärkt und sicher in die Aufarbeitung von Mobbingsituationen gehen könnt.

Wie wirken sich traumatische Erfahrungen auf Lernen, Verhalten und Beziehungen in Schule aus? 

Der Workshop vermittelt Grundlagen zu Trauma und Gehirn sowie konkrete Möglichkeiten für einen traumasensiblen Umgang im pädagogischen Alltag. Themen sind unter anderem der „sichere Ort“, Stabilisierung, Unterstützungsstrategien, Übertragung sowie eine ressourcen- und hoffnungsorientierte Haltung im Umgang mit belasteten Schüler*innen. Denn jedes Verhalten hat einen guten Grund. 

Selbstreflexive Anteile unterstützen dabei, eigene Reaktionen, Grenzen und Handlungsmuster bewusster wahrzunehmen. Während des Workshops gibt es die Möglichkeit, Übungen und Skills zu erlernen und auszuprobieren.

Scham und Beschämung begegnen uns überall. Besonders dramatische Folgen können diese schmerzhaften Erfahrungen in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben. Oft begegnen uns trotzige, aggressive oder auch depressive Verhaltensweisen von Kindern, ohne dass wir ahnen, welche Beschämung diesem Verhalten zugrunde liegen. Daher ist es unser Anliegen, für das Thema in Schule zu sensibilisieren und mit Euch gemeinsam Wege für ein menschenwürdiges Schulklima zu besprechen.

Mit praktischen Übungen wollen dieses unglaublich starke Gefühl aus der Tabu-Zone holen und spürbar machen. Nach Einordnung der Begriffe Scham und Beschämung wollen wir uns anschauen, welche dahinterliegenden Bedürfnisse verletzt werden und wie individuell der Umgang mit dieser oft sehr schmerzhaften Emotion sein kann. Gleichzeitig hat Scham auch eine wichtige Bedeutung: sie wirkt als Kompass für menschliches Handeln und als Wächterin der menschlichen Würde. Daher möchten wir sensibilisieren auch für diesen positiven Anteil der Scham und diesen nutzbar machen für einen achtsamen Umgang mit Kindern und Jugendlichen und miteinander. 

Der Workshop ist geeignet, Anregungen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mitzunehmen oder in der Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachkräften einen bewussten und konstruktiven Umgang mit dieser Emotion anzuregen.

Im Rahmen des Workshops werden anhand der Achtsamkeitsacht sowie des Krisenmodells Grundlagen zur Entstehung und Dynamik von Krisensituationen vermittelt. Dabei wird aufgezeigt, ab wann von einer Krise gesprochen werden kann und wie sich Spannungen, Stimmungen und Verhaltensweisen auf andere Menschen übertragen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterscheidung zwischen herausforderndem Verhalten und tatsächlichen Krisensituationen. Darauf aufbauend werden pädagogische sowie deeskalierende Handlungsmöglichkeiten praxisnah vorgestellt.

Zusätzlich wird eine Methode vermittelt, mit der Kinder altersgerecht lernen können, gefährliche Situationen frühzeitig zu verlassen und den eigenen Schutz über das „Recht haben“ zu stellen. Ergänzend beinhaltet der Workshop kleine praktische Übungen und einfache Techniken zur Stärkung von Handlungssicherheit und Selbstschutz.

Im Workshop beschäftigen wir uns mit Radikalisierungsprozessen und extremistischen Dynamiken im schulischen Alltag. Ziel ist es, typische Phasen und mögliche Anzeichen von Radikalisierung besser zu erkennen, Unsicherheiten im Umgang damit zu reflektieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Praxis zu entwickeln.

Anhand von Fallbeispielen und gemeinsamen Austauschformaten werden Perspektiven auf Prävention, Gesprächsführung und Handlungssicherheit im schulischen Kontext erarbeitet. Der Workshop bietet Raum für Fragen, kollegiale Reflexion und praxisnahe Lösungsansätze.

Seit Jahren ist im Schulkontext ein deutlicher Anstieg geschlechterbezogener Diskriminierung und verbaler Aggression zu beobachten, die häufig mit antifeministischen und autoritären Einstellungen verbunden sind. Schulische Fachkräfte berichten zunehmend von Schüler*innen, die starre Geschlechterrollen vertreten, frauenfeindliche Positionen äußern oder männliche Dominanz idealisieren. Diese Entwicklungen, die mit den Begriffen "Antifeminismus und Mansophere" greifbar gemacht werden können, beeinträchtigen Gleichstellung, Inklusion und das soziale Klima an Schulen.

Geprägt werden solche Haltungen oft durch Online-Subkulturen und ideologische Narrative aus sozialen Medien. Influencer aus rechtsextremen und religiös-extremistischen Milieus verbreiten Geschlechterbilder, die Kontrolle, Dominanz und Gewalt verherrlichen, während Empathie, Gleichberechtigung und demokratische Werte abgewertet werden. Diese Inhalte werden von Jugendlichen aktiv rezipiert und zeigen sich zunehmend im schulischen Alltag. Gleichzeitig fehlen vielen Pädagog*innen praxisnahe Ressourcen, um Hintergründe zu verstehen, Warnsignale frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. â€¯

In diesem Workshop blicken wir auf diese Phänomene, befassen uns mit Methoden, die mit Jugendlichen ins Gespräch einladen, und gehen in einen Austausch, wie diesem Phänomen pädagogisch begegnet werden kann.

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