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*English below*
Wir laden euch ganz herzlich zur Demokratie-Konferenz 2026 ein!
Es erwarten euch Workshops und Austauschrunden, in denen ihr euch nützliche Skills für die Demokratie-Arbeit in Pankow aneignen und von anderen Engagierten lernen könnt. Außerdem sprechen wir über die neue Struktur der Partnerschaften für Demokratie Pankow. Diese Workshops erwarten euch:
Workshop 1: Wehrhafte Zivilgesellschaft und Verwaltung
Jannik Jaschinski (Gesellschaft für Freiheitsrechte) zeigt auf, mit welchen Strategien autoritäre Kräfte die aktive Zivilgesellschaft angreifen. Gemeinsam mit den Teilnehmenden sollen praktische Handlungsmöglichkeiten erarbeitet werden: Wenn etwa ihre Gemeinnützigkeit auf dem Spiel steht, Förderauflagen zu streng werden oder ihnen ein Verstoß gegen das "Neutralitätsgebot" vorgeworfen wird. Gleichzeitig soll auch die Perspektive der Verwaltung in den Blick genommen werden - was sie zu beachten haben und welche Spielräume der einzelnen Mitarbeiter:in verbleiben.
Workshop 2: Israelbezogener Antisemitismus
Nicht erst seit dem 7. Oktober 2023, aber seitdem immens verstärkt, erleben Juden*Jüdinnen weltweit massive Anfeindungen bis hin zur physischen Gewalt, weil sie mit Israel assoziiert werden. Damit verbunden ist eine starke Feindlichkeit gegen Israel, das dämonisiert und delegitimiert wird. Jüdische Kinder und Jugendliche ziehen sich zurück und ebenso erleben palästinensische und andere junge Menschen of Color einen nahostkonfliktbezogenen Rassismus.
Im Workshop geht es darum, israelbezogenen Antisemitismus und seine Abgrenzung zu politischer Kritik zu verstehen und dabei auch rassistische Deutungen in den Blick zu nehmen. Wir lernen eine Methode kennen, wie sich mit Hilfe von Graffitis ein niedrigschwelliges Gespräch über den Konflikt anregen lässt, das den Beteiligten Raum für eigene Haltungen und Emotionen gibt, dabei aber Grenzen setzt. Zum Abschluss werden die Workshopinhalte auf die eigene Praxis bezogen.
Workshop 3: Wie umgehen mit rechtsextremorientierten Jugendlichen? – Distanzierungsarbeit bei rechtsaffinen Jugendlichen
Immer häufiger sind pädagogische Fachkräfte mit jungen Menschen konfrontiert, die nicht mehr nur diffuse Vorurteile formulieren. Oft lassen sie bereits eine relativ gefestigte Weltanschauung erkennen, die auf Annahmen einer prinzipiellen Ungleichwertigkeit von Menschen fußt. Eventuell bestehen bereits lose Kontakte zu organisierten rechtsextremen Gruppierungen oder es wurden schon einschlägige Straftaten begangen. Um hier überhaupt erfolgreich handeln zu können, ist eine stabile und vertrauliche Arbeitsbeziehung erforderlich, die sich stets der Grenzen der eigenen Wirkmöglichkeiten und Befugnisse bewusst sein muss.
Der Impulsworkshop mit Niklas Vögeding von der Fachstelle Rechtsextremismusprävention cultures interactive e.V. gibt einen Überblick über das Feld der sogenannten Distanzierungsarbeit im Bereich der Sekundärprävention. Instrumente für die Einschätzung der Adressat*innen-Gruppen werden anhand von Fallbeispielen aus der Praxis vorgestellt. Zentrale Elemente einer für diese Arbeit hilfreichen pädagogischen Haltung werden vermittelt und diskutiert. Darüber hinaus geht es um vielversprechende Zugänge und Methoden zur erfolgreichen Auseinandersetzung mit menschen- und demokratiefeindlichen Ansichten sowie um notwendige Weiterentwicklungen in diesem Feld."
Wann & wo? 12.02.2026 | 16-20 Uhr | Haus der Demokratie, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin
Zur Anmeldung »
Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.
Ausschlussklausel:
Die Veranstalter*innen behalten sich vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, rechtspopulistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind bzw. solche verbreitet haben, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Des Weiteren behalten sich die Veranstalter*innen vor, Personen die sich rassistisch, nationalistisch, antisemitisch, rechtspopulistisch oder in sonstiger Weise menschenverachtend äußern und / oder die Veranstaltung in genannter Weise (wiederholt) stören, von dieser auszuschließen.
These workshops await you:
Not only since October 7, 2023, but increasingly so since then, Jews around the world have been experiencing massive hostility, including physical violence, because they are associated with Israel. This is linked to strong hostility toward Israel, which is demonized and delegitimized. Jewish children and young people are withdrawing, and Palestinian and other young people of color are also experiencing racism related to the Middle East conflict.
The workshop focuses on understanding Israel-related anti-Semitism and how it differs from political criticism, while also examining racist interpretations. We will learn a method for using graffiti to stimulate a low-threshold conversation about the conflict that gives participants space for their own attitudes and emotions, while also setting boundaries. Finally, the workshop content will be applied to our own practice.
Participation is only possible after registration.