Prof. Dr. Jenny Stracke, Universität Göttingen
"Tierwohl wissenschaftlich erfassen – Indikatoren, Möglichkeiten und Grenzen"
Was bedeutet Tierwohl eigentlich – und woran können wir erkennen, ob es einem Nutztier gut geht? Wie lassen sich Tierwohl und Tiergesundheit wissenschaftlich erfassen und welche Möglichkeiten bieten uns Daten, Sensoren und künstliche Intelligenz? Und welche Antworten kann die Wissenschaft auf die wachsenden gesellschaftlichen Erwartungen an die Nutztierhaltung geben?
In vier aufeinander aufbauenden Vorträgen geht es zunächst um die Grundlagen und die wissenschaftliche Bewertung von Tierwohl. Anschließend steht die Frage im Mittelpunkt, was sich aus den zunehmend verfügbaren Daten über Tiere und ihre Haltung ableiten lässt. Darauf aufbauend zeigen neue Ansätze des Precision Livestock Farming, wie Sensorik, automatisierte Datenerfassung und KI dazu beitragen können, Verhalten, Haltungsbedingungen und Gesundheit von Tieren kontinuierlich zu erfassen. Zum Abschluss weitet sich die Perspektive wieder: Welche Erwartungen hat die Gesellschaft an die Nutztierhaltung – und welchen Beitrag kann und muss die Wissenschaft für ihre Weiterentwicklung leisten?
Die Reihe verbindet damit Grundlagenforschung, Daten und technologische Innovation mit der gesellschaftlichen Frage nach der Zukunft der Nutztierhaltung. Sie möchte zeigen, welche Chancen neue wissenschaftliche Erkenntnisse eröffnen, aber auch, wo Grenzen, Zielkonflikte und offene Fragen liegen.
Die Hans-Eisenmann-Akademie lädt dazu ein, diese Fragen gemeinsam mit ausgewiesenen ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis zu diskutieren.