In der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit können Bedrohungs- und Gefährdungslagen entstehen, die sowohl Beratende als auch Klient*innen betreffen. Diese Bedingungen erfordern belastbare Sicherheits- und Schutzkonzepte, um den professionellen Handlungsspielraum sicherzustellen und zugleich den Selbstschutz und die Selbstfürsorge der Beratenden sowie den Schutz der Klient*innen zu stärken.
Mit der dreiteiligen Werkstatt schaffen wir einen geschützten Raum, in dem wir in einer möglichst kontinuierlichen Gruppe an drei Terminen gemeinsam:
- zentrale Herausforderungen reflektieren,
- bestehende, tragfähige Konzepte phänomenübergreifend zusammenführen und
- praxistaugliche Lösungsansätze weiterentwickeln möchten.
Ein besonderer Fokus liegt unter anderem auf:
- dem reflektierten Umgang mit persönlicher Identifizierbarkeit (z. B. Klarnamen) und daraus resultierenden potenziellen Gefährdungslagen,
- der Auseinandersetzung mit bestehenden Sicherheits- und Schutzkonzepten,
- sowie der Stärkung von Resilienz im Umgang mit arbeitsbezogenem Stress, Überforderung und weiteren Belastungsfaktoren.
Gemeinsam möchten wir einen Beitrag zur Weiterentwicklung professioneller Standards für die Fachpraxis leisten, für das Spannungsfeld und die spezifischen Herausforderungen und daraus bestehenden Bedarfe sensibilisieren und einem nachhaltigen und handlungsfähigen Umgang mit dem Thema Sicherheit im Feld der zivilgesellschaftlichen Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit mehr Gewicht verleihen.
Die Werkstatt ist ein Angebot von Grüner Vogel e.V. und Violence Prevention Network im Rahmen von dist[ex].
Auftakttermin
Datum: 2. Juni 2026
Uhrzeit: 10:00–12:30 Uhr
Ort: Zoom
Die weiteren Treffen finden voraussichtlich am 02.09.2026 und 11.11.2026 statt – die Termine werden mit den Teilnehmenden abgestimmt.
Wir freuen uns auf den wichtigen Austausch mit euch.