Anmeldung (noch 100 verfügbar)
Info
Kinderschutzfachtag: Im Käfig der Ideologien- Kinderschutz im Spannungsfeld von Radikalisierung und Extremismus
Tagungspunkte
9:00 Uhr Beginn Grußworte der Landrätin
9:10 Uhr Film "Radikal" - Hessisches Ministerium des Innern und für Sport.
9:30 Uhr Vortrag: Zwischen Weltanschauung und Kindeswohl - Herausforderungen für Fachkräfte im Umgang mit ideologisch geprägten Familiensystem - Frau Kristina Blaas und Frau Simsek-Karaschewitz- IZDR
11:20 Uhr Vortrag: Aufwachsen in der Filterblase - Wenn Weltanschauungen Kindheit prägen - Frau Sarah Pohl Zentrale Beratungsstelle für Weltanschauungsprobleme
12:30 Uhr Dankesworte
12:40 - 13:30 Uhr Mittagspause
Workshops:
>> Hier geht's zur Anmeldung für die Workshops
Bitte beachten Sie bei der Anmeldung für den Workshop, dass Sie nur eine Auswahl treffen können und Ihre Wahl verbindlich ist. Ein Wechsel am Veranstaltungstag in einen anderen Workshop ist nicht zulässig. Informationen zu den Workshops erhalten Sie über den Info- Button.
Workshop: Gesprächsführung mit ideologisch geprägten Eltern - Frau Kristina Blaas und Frau Simsek Karaschewitz (IZDR)
Der Workshop beleuchtet die besonderen Herausforderungen der Gesprächsführung im Kinderschutz mit Eltern, deren Erziehungsverständnis durch ideologische oder antidemokratische Weltanschauungen geprägt ist. Im Fokus stehen Reflexion der eigenen Haltung, deeskalierende Kommunikation, kultursensible Gesprächsführung sowie der professionelle Umgang mit Widerstand, Misstrauen und möglichen Haltungskonflikten. Anhand praxisnaher Fallbeispiele werden Strategien erarbeitet, um auch in schwierigen Gesprächen handlungsfähig zu bleiben, Zugänge zu schaffen und den Schutzauftrag sicher wahrzunehmen.
Workshop: Im Spiel der Ideologien?- Gamingwelten zwischen jugendlicher Lebenswelt, Einflussnahme und Radikalisierung Frau Alice Wocher (Religionswissenschaftlerin MA, BA Soziale Arbeit laufend)
"Gaming ist für viele Jugendliche weit mehr als ein Hobby – digitale Plattformen und Online-Communities sind wichtige soziale Lebenswelten geworden. Der Workshop beleuchtet, wie extremistische Akteure Gaming-Kontexte gezielt zur Einflussnahme und Normalisierung ideologischer Inhalte nutzen und welche Herausforderungen daraus für Kinderschutz, Pädagogik und Prävention entstehen. Im Fokus stehen dabei eine differenzierte Einordnung, Begriffs- und Plattformklärungen, konkrete Fallbeispiele sowie Handlungsmöglichkeiten für Fachkräfte."
Workshop: Demokratie im digitalem Zeitalter- Herr Pit Balbierer (Projekt Jugend prägt)
Junge Menschen begegnen politischen Themen im digitalen Raum oft nicht zuerst über Nachrichten, sondern über Memes, Kurzvideos, Kommentare, Trends und zugespitzte Inhalte. In dieser Fortbildung schauen wir darauf, wie politische Wahrnehmung online geprägt wird, welche Dynamiken dabei eine Rolle spielen und was das für die (außer-)schulische Jugendarbeit bedeutet. Im Mittelpunkt stehen alltagsnahe Einblicke, gemeinsame Reflexion und die Frage, wie digitale Lebenswelten junger Menschen zu produktiven Anknüpfungspunkten für politische Bildung werden können.
Workshop: Zwischen zwei Welten- Umgang mit Filterblasenkinder im pädagogischen Alltag- Frau Sarah Pohl (Zebra)
Aufbauend auf dem Vortrag „Aufwachsen in der Filterblase“ richtet dieser praxisorientierte Workshop den Fokus auf die persönliche Ebene und konkrete Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit betroffenen Kindern und Jugendlichen. Im Zentrum steht die Frage: Wie fühlt es sich an, zwischen widersprüchlichen Weltbildern aufzuwachsen – und wie können Fachkräfte darauf angemessen reagieren? Durch interaktive Übungen, Perspektivwechsel und Selbsterfahrungsanteile nähern sich die Teilnehmenden den inneren Konflikten, die aus solchen Lebensrealitäten entstehen können. Der Workshop bietet Raum, eigene Haltungen zu reflektieren, Unsicherheiten im Umgang mit herausfordernden Aussagen oder Verhaltensweisen zu bearbeiten und konkrete Strategien zu entwickeln. Dabei werden typische Situationen aus dem pädagogischen Alltag aufgegriffen und gemeinsam bearbeitet. Es dürfen auch eigene Fälle mit eingebracht werden.
Workshop: Kommunikationsstrategien bei vermutlich radikalisierten Jugendlichen - Herr Matthias Kanzel und Frau Jafari (Violence Prevention Network)
Radikalisierung (im Phänomenbereich Religiös Begründeter Extremismus) → Überblick über die radikale und gewaltbereite Szene und ihre differenzierten Erkennungsmerkmale / → Klassische Argumentationsmuster (als Rechtfertigung für Gewalthandlungen) und ihre möglichen Gegennarrative / Handlungsmöglichkeiten für die Fachkräfte vor Ort Träger: Violence Prevention Network gGmbH ist ein Verbund erfahrener Fachkräfte, die seit über zwei Jahrzehnten mit Erfolg in der Extremismusprävention sowie in der Deradikalisierung tätig sind. Durch seine Arbeit mit rechtsextremistisch und islamistisch Gefährdeten und Radikalisierten sowie durch das Fortbilden von Fachpersonal hat sich das Team von Violence Prevention Network über die Jahre eine europaweit anerkannte Expertise im Bereich der Prävention von gewalttätigem Extremismus erworben.
Workshop: Lebenswelten junger Menschen im Kontext von Radikalisierung- Frau Kloppenburg und Herr Orhon Grüner Vogel e.V.
Der Workshop rückt die Perspektiven und Lebensrealitäten junger Menschen in den Mittelpunkt. Wir lernen, religiös-politisch begründete Formen von Islamismus besser zu verstehen – nicht als abstrakte Bedrohung, sondern in ihrer Bedeutung für Lebenswelten junger Menschen.
Es werden die Fragen behandelt: Was macht Menschen, besonders Jugendliche anfällig für Ansprache durch Islamisten, wo findet diese statt und wie läuft sie ab? Wie verlaufen Radikalisierungsprozesse, welche Warnsignale gibt es, auf die Angehörige oder das soziale Umfeld einer sich radikalisierenden Person achten können? Und wo können Betroffene Hilfe finden?
In interaktiver Fallarbeit erproben die Teilnehmenden erste Interventionsmöglichkeiten, die sich an der Lebensrealität und Ressourcenstärkung junger Menschen ausrichten.
Workshop: Wer kommt denn da sein Kind abholen?- Zeichensprache der extrem Rechten-Symbolik, Codes und Outfits- Beraterin von MOBIT – Mobile Beratung in Thüringen. Für Demokratie gegen Rechtsextremismus
Der Workshop vermittelt einen Überblick über die neuen Symbole und Erscheinungsformen der extremen Rechten und klärt über die Hintergründe auf. Die Teilnehmenden lernen die innere Logik extrem rechter Symbolik, Bildsprache und Botschaften kennen und zu verstehen.Vermittelt werden Symbole, Logos, codierte Botschaften, Bildsprache und Bandbreite extrem rechter Darstellungen sowie deren (Um)Deutung bzw. Bedeutung in diesen Kontexten. Die Versatzstücke aus heidnischen, germanischen, deutsch-nationalen und nationalsozialistischen Bezugsrahmen sowie die diversen Einflüsse durch Subkulturen und Moden werden sowohl unter historischen als auch unter aktuellen Gesichtspunkten dargestellt.
Workshop: Demokratiegefährdung in der KiTa und die Notwendigkeit einer Positionierung für Demokratie und Menschenrechte.- Beraterin von MOBIT – Mobile Beratung in Thüringen. Für Demokratie gegen Rechtsextremismus
Gesellschaftliche Entwicklungen machen vor Einrichtungen der frühkindlichen Bildung nicht Halt. Entsprechend können pädagogische Fachkräfte in Ihrem Arbeitsalltag mit diskriminierenden und demokratiegefährdenden Aussagen und Verhaltensweisen konfrontiert werden - sei es durch Eltern, Kollegium, Leitungs- oder Trägerebene. Auch die Einflussnahme extrem rechter Strukturen von außen ist ein zunehmendes Problem. Solche Vorkommnisse stellen Erzieher*innen und Pädagog*innen vor die Herausforderung, adäquat zu reagieren und gleichzeitig die Professionalität mit Blick auf das Kind zu wahren. Der Workshop möchte für die Notwendigkeit einer klaren demokratischen Positionierung sensibilisieren. Er zeigt auf, dass die von der extremen Rechten propagierte „Neutralitätspflicht“ auch im frühkindlichen Bildungs- und Erziehungsbereich schlichtweg nicht existiert und eine konsequente Haltung für Demokratie und Menschrechte erforderlich ist.
Workshop: Intervention bei menschenverachtenden Aussagen/Vorkommnisses - Frau Lisa Müller Distanz e.V.
In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit pädagogischen Umgangsmöglichkeiten mit menschenverachtenden und extrem rechten Äußerungen von jungen Menschen auseinander. Dabei werden verschiedene Interventions- und Gesprächstechniken aus der Diskriminierungsarbeit vorgestellt und anhand von Praxisbeispielen gemeinsam diskutiert und wenn noch etwas Zeit ist auch geübt.
>> Hier geht's zur Anmeldung für die Workshops
Bitte beachten Sie bei der Anmeldung für den Workshop, dass Sie nur eine Auswahl treffen können und Ihre Wahl verbindlich ist. Ein Wechsel am Veranstaltungstag in einen anderen Workshop ist nicht zulässig.
Für Rückfragen stehen Ihnen Frau Paula und Frau Bögel unter der Tel.: 03693/4858636 oder per E-Mail: s.paula@lra-sm.de und m.boegel@lra-sm.de zur Verfügung