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Dienstag, 06. Oktober 2026 // 13 – 15:30 Uhr // 01067 Dresden (Ort nach Anmeldung)
Antisemitismuskritische Prozesse & Inhalte in der Vereinsarbeit – Erfahrungsberichte & Austausch
Zivilgesellschaftliche Vereine – ob in der Kultur, der Jugendarbeit oder migrantische Vereine – stehen oft vor großen Herausforderungen: hohe Arbeitsbelastung, Zeitdruck und prekäre Bedingungen. Wie kann es trotzdem gelingen, sich mit Antisemitismus als Diskriminierungskategorie auseinanderzusetzen? Welche Motivationen, Kompetenzen und Ressourcen braucht es, um solche Prozesse zu starten und nachhaltig umzusetzen?
Das Team des Kulturbüro Dresden hat im Rahmen des Projekts „ReflAct – Unterstützung von Vereinen im Umgang mit Antisemitismus“ selbst einen Prozess der Auseinandersetzung mit Antisemitismus begonnen. Die Erfahrungen zeigen: Es gibt Fortschritte in Wissen und Handlungssicherheit, aber auch Herausforderungen und schwierige Fragen. Wir haben gesehen: Ein antidiskriminierungskritischer Prozess ist keine reine Erfolgsgeschichte, aber er lohnt sich sehr!
Gerne möchten wir unsere Erfahrungen mit Interessierten und Aktiven aus Vereinen teilen, die selbst bereits antisemitismuskritisch arbeiten oder damit beginnen möchten.
Für unsere Veranstaltung haben wir außerdem Gäste eingeladen, die aus ihrer eigenen Perspektive über antisemitismuskritische Ansätze in der zivilgesellschaftlichen Arbeit berichten werden:
- „Strukturen schaffen gegen Antisemitismus“, Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ)
Eine Vertreterin der Stiftung EVZ gibt Einblicke in das Förderprogramm, das 26 Organisationen seit 2023 unterstützt. Im Fokus stehen der Aufbau von Handlungs- und Interventionskompetenzen sowie die Entwicklung von Formaten zur kritischen Auseinandersetzung mit Antisemitismus. Was funktioniert? Was nicht? Und welche Lehren lassen sich für die Praxis ziehen?
- Der Jugend- und Kulturprojekt e. V. hat mit seinem Projekt „Jüdisches Leben in Sachsen“ damit begonnen, antisemitische Haltungen, Vorurteile und Narrative in der sächsischen Gesellschaft abzubauen und das Verständnis für jüdische Kultur und Geschichte zu fördern. Dabei ist auch eine Handreichung entstanden, die Erfahrungen aus Workshops mit Jugendlichen & mögliche Handlungsempfehlungen für Bildungsvermittelnde vereint.
Wir laden euch ein, gemeinsam zu diskutieren:
Wie können diskriminierungskritische Prozesse fester Bestandteil der Vereinsarbeit werden?
Was braucht es dafür – und was funktioniert weniger gut?
Welche Fragen & Herausforderungen können uns begegnen?
Die Teilnahme ist kostenlos und offen für alle Interessierten.
Rahmen:
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt.
Der Veranstaltungsort ist mit Rollstuhl leider nicht zugänglich. Für weitere Informationen wendet euch gerne per Mail an „ReflAct“.
Alle Teilnehmenden sind für die Einhaltung eines diskriminierungsarmen Raums und Umgangs verantwortlich. Bei diskriminierendem Vorfällen behält es sich das Orgateam vor, Personen von der Veranstaltung auszuschließen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „ReflAct“ des Kulturbüros Dresden e. V. statt.
"ReflAct - Unterstützung von Vereinen im Umgang mit Antisemitismus" wird gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ)“