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Programm
Montag, 19. Oktober 2026
Moderation: Katja Auer
ab 9.30 Uhr Registrierung
10:00 Uhr Grußworte (Vor den Grußworten ist ein Gruppenfoto geplant)
Dr. Herlind Gundelach, Präsidentin des Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU)
Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)
10:30 – 12:00 Uhr
Verleihung des Bundespreises Heimatengagement
12:00 Uhr Mittagspause
13:30: Grußworte (Videobotschaften)
Albert Füracker, Staatsminister der Finanzen und für Heimat
Dr. Olaf Heinrich, Vorsitzender des Bayerischen Landesvereins
Einführung zum Thema des Kongresses
Prof. Dr. Günter Dippold, Bayerischer Landesverein für Heimatpflege
Deutsches Forum Kulturlandschaft
Thematischer Schwerpunkt: Religion im Wandel = Wandel der Kulturlandschaft
Durch sich wandelnde und neu hinzukommende religiöse und spirituelle Vorstellungen entstehen Veränderungen in der Kulturlandschaft. Entsprechend konnotierte Anlaufpunkte werden nicht mehr genutzt oder verstanden, sie werden umgedeutet oder sie verfallen. Doch es gibt immer wieder Initiativen und Engagement, diese Orte wiederzubeleben und ihre Geschichte zu vermitteln. Gleichzeitig ist aktuell eine Zunahme von Pilgeraktivitäten und spirituellem Tourismus zu beobachten. Dadurch werden religiöse Stätten und Wege zu Orten der inneren Einkehr, Achtsamkeit und persönlichen Sinnsuche transformiert – oft losgelöst von institutioneller Religiosität. In dem Forum wollen wir uns fragen: Was bedeuten Veränderungen für die Menschen vor Ort? Wie gehen sie mit diesen Veränderungen um? Wie erhalten sie kulturelles Erbe und Erinnerung und integrieren ggf. gleichzeitig Neues?
Praxisbeispiel:
Alexandra Baier, Cisterscapes
Es diskutieren:
Dr. Inge Gotzmann, Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) (Input)
Alexandra Baier, Cisterscapes
Dr. Thomas Büttner, Bayerischer Landesverein für Heimatpflege
Dr. Klaus Kleefeld, BHU-Fachgruppe Kulturlandschaft, Natur und Umwelt
Bernd Sommer, Bürgermeister Waldsassen
15:45 Uhr Kaffepause
16:15 Uhr
Deutsches Forum Nachhaltiges Heimatengagement
Thematischer Schwerpunkt: Heimatengagement für Religion und Landschaft
In diesem Forum soll das breite Spektrum des Engagements für Heimat insbesondere im Bereich von Ausdrucksformen der Religiosität und Spiritualität aufgezeigt werden und in der Diskussion den Unterstützungsmöglichkeiten eines solchen Engagements nachgegangen werden.
Zentrale Frage dabei ist, wie es gelingen kann, dieses Bemühen zu stärken und damit die Weiterentwicklung der Regionen im Sinne der Menschen zu unterstützen.
Das Heimatengagement befasst sich vielseitig mit dem Thema, z. B. mit Kirchen, Friedhöfen, Klöstern, mit Kleindenkmälern, Neubauten, interreligiöse Dialoge, Netzwerken zum religiösen Leben, Prozessionen, heiligen Orten, Fragen von Erhalt und Unterhalt, Nutzung und vielem mehr.
Praxisbeispiel:
Katrin Kauer*, Klosterverein Rühn
Es diskutieren:
Dr. Daniela Sandner, Bayerischer Landesverein für Heimatpflege (Input)
Ulrike Rose, Zukunft Kulturraum Kloster e.V. | kulturräume gestalten
Dr. Klaus Heider*, Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)
Katrin Kauer*, Klosterverein Rühn
Arif TaÅŸdelen*, MdL Bayerischer Landtag
18:00 Uhr Abendprogramm
Monika Drasch, Musikerin https://monikadrasch.de
Bayerischer Imbiss
Dienstag 20. Oktober 2026
10:00 Uhr Begrüßung und Einstieg in Tag 2
Gespräch über die europäische Perspektive zu dem Thema mit:
Ehsan Djafari, Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen
Dr. Uwe Koch, Europa Nostra Deutschland
10:30 Uhr
Deutsches Forum Baukultur und Denkmalpflege
In vielen Regionen wird derzeit intensiv darüber diskutiert, wie Kirchen und Klöster genutzt werden können, wenn Gemeinden schrumpfen, religiöse Praxis abnimmt und der Unterhalt der Bauten kaum noch zu finanzieren ist. Dies betrifft auch der Erhalt von Kleindenkmalen wie Bildstöcke usw. Zwischen dem Wunsch nach Erhalt als identitätsstiftende Orte und der Notwendigkeit neuer Funktionen entstehen Spannungsfelder, in denen einerseits liturgische oder kulturelle Nachnutzungen, andererseits auch Wohn-, Bildungs- oder Sozialnutzungen erprobt werden.
Zentrale Themen dieser Umnutzungsdebatte sind der respektvolle Umgang mit der sakralen Prägung, denkmalgerechte Anpassungen, die Beteiligung der lokalen Öffentlichkeit sowie tragfähige Betreiber- und Finanzierungskonzepte, damit die Gebäude als lebendige Orte in der Kulturlandschaft erhalten bleiben.
Praxisbeispiel:
Stefan Vaida, Das Netzwerk "Ambulanta pentru Monumentu"
Es diskutieren:
Dr. Vinzenz Dufter, Bayerischer Landesverein für Heimatpflege (Input)
Dr. Tobias Appl, Projekt Religious Heritage in Rural Areas (REliHE)
Prof. Dr. Karin Berkemann, Hochschule Anhalt in Dessau
Jan Hülsemann, Netzwerk „Ambulanta pentru Monumente“
Bernhard Laukötter, Heimatverein Asbeck
12:00 Uhr Mittagspause
13:30 Uhr
Deutsches Forum Immaterielles Kulturerbe
Thematischer Schwerpunkt: Wandel in religiösen Praktiken
Viele Elemente des immateriellen Kulturerbes mit Bezug zum religiösen Erbe sind bereits in bundesweiten Verzeichnissen dokumentiert, etwa Glockenguss und Glockenmusik, Krippenkultur, Teichwirtschaft, Buchbinderhandwerk, Friedhofskultur, Braukunst, Sternsingen, Kirchenmalerei, Passionsspiele sowie Orgelbau und Orgelmusik. Viele dieser Praktiken gehen auf historische Handwerkstechniken zurück, die insbesondere in Klöstern entwickelt, verfeinert und über Generationen weitergegeben wurden.
Auch verschiedene regionale Formen von Flurumgängen und Prozessionen zählen dazu, etwa der Willibaldsritt in Jesenwang, der Further Drachenstich, die Heiligenstädter Palmsonntagsprozession, die Tölzer Leonhardifahrt oder das Osterreiten der Sorben. Flurumgänge, die zugleich Rechtsbrauch und religiöse Praxis zur Segnung der Fluren darstellten, hinterließen Spuren in der Kulturlandschaft – sowohl in ländlichen als auch in städtischen Räumen. Heute werden diese Zeugnisse vor allem von Vereinen und vielen freiwillig Engagierten erforscht, erhalten und in ihrer Bedeutung vermittelt.
Ein Bereich, der sich in der Gegenwart besonders stark wandelt, ist die Friedhofskultur, da sich Bestattungsformen, religiöse Bindungen, familiäre Strukturen und Flächennutzungsansprüche verändern und dadurch neue Gestaltungsformen, Erinnerungspraktiken und Nutzungskonzepte für Friedhöfe entstehen.
Praxisbeispiel:
Dr. Dirk Pörschmann, Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e. V.
Es diskutieren:
Andrea Paulik, Sorbisches Museum (Input)
PD. Dr. Markus Hilpert, Universität Augsburg
Dr. Dirk Pörschmann, Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e. V.
Jakobus Wilhelm OSB, Kloster Huysburg
Frank Seibel*, Kulturforum Görlitzer Synagoge
15:00 Uhr Abschluss des Kongresses
Veranstaltungsort
Landesvertretung des Freistaat Bayern beim Bund – Bayerische StaatskanzleiBehrenstraße 21/22
10117 Berlin
Deutschland
Koordinaten (Lat, Long):
52.515297, 13.38764
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