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Fachtag "Demokratische Beteiligung unter Druck - Handlungssicherheit in der Jugend(sozial)arbeit stärken"

Donnerstag, 10.09.2026, 9.30 bis 16.15 Uhr, Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz


Im Flyer finden Sie das Programm und weitere Informationen.


Forenauswahl
Sie können am Fachtag zwei Foren besuchen, folgende Foren stehen Ihnen zur Auswahl (Ihre Präferenzen können Sie bei der Anmeldung im nächsten Schritt angeben):


Forum 1: Rechtsextreme Narrative & Codes erkennen – Handlungssicherheit gewinnen
Dominik Rehermann, epic education gGmbH, Mainz-Kostheim

In diesem Forum geht es darum, typische rechtsextreme Erzählmuster, Chiffren und Codes frühzeitig zu erkennen und einordnen zu können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie pädagogische Fachkräfte, Multiplikator:innen und Engagierte sicherer reagieren können, wenn solche Inhalte im Alltag, online oder in Gruppen auftauchen. Der Beitrag verbindet Hintergrundwissen mit praxisnahen Beispielen und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf, um demokratische Haltungen zu stärken und Betroffene zu schützen.

 

Forum 2: Clever gegen Hetze – Mit Haltung und Rhetorik extremistischen Parolen begegnen
Mathias Hamann, Institut für Kommunikation und Gesellschaft Potsdam 

Wie reagieren, wenn jemand platte oder manipulativ-hetzerische Parolen drischt? Was tun, wenn jemand gegen Menschen(gruppen) hetzt? Wie gelingt klare Kante gegen Leute, die sich demokratiefeindlich äußern? Und wie können wir (junge) Menschen ernst nehmen, die Angst vor Veränderungen in der Gesellschaft haben, ohne uns zu verbiegen?
Darum geht es hier:
1. Konzepte, um in rhetorisch herausfordernden Situationen zu agieren
2. Übungen, um zu erkennen: Braucht es klare Kante oder die empathische Erklärung?
3. Anwendungen, um Inhalte publikumsgerecht zu kommunizieren: Von Alltagsgesprächen mit Jugendlichen im Jugendzentrum oder auf der Straße oder zwischen Fachkräften, über Debatten in Jugendvertretungen oder kommunalpolitischen Gremien bis zu öffentlichen (politischen) Podiumsdiskussionen

 

Forum 3: Schutzkonzepte gegen Einflussnahme extremistischer Akteur:innen
Berater:innen der Regionalstelle Mitte der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Rheinland-Pfalz

Wie kann ich mich vor Angriffen der extremen Rechten schützen? Solche Angriffe finden längst nicht ausschließlich durch haptische Gewalt statt. Abhängig von Situation, strukturellen Bedingungen oder politischer Position greift die extreme Rechte heute auch schon deutlich subtiler an und beginnt bereits mit einer bloßen Androhung ihrer Präsenz für Verunsicherungen zu sorgen. Sich dagegen zu schützen erfordert eine individuelle Auseinandersetzung mit den vorhandenen Faktoren. Wie aus dieser Auseinandersetzung ein umfassendes Konzept werden kann und welche Aspekte dafür nötig sind, bearbeitet die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus.


Forum 4: Mit Musik die Herzen der Jugend öffnen? Der Mythos der Einstiegsdroge und die tatsächliche Bedeutung extrem rechter Musik
Dr. Thorsten Hindrichs, Universität Mainz

Die scheinbar allgegenwärtige Denkfigur der "Einstiegsdroge Musik", der zufolge extreme Rechte mit Hilfe von Musik Jugendliche rekrutieren würden, ist sachlich falsch und politisch kontraproduktiv: Musik wirkt nicht nach einfachen Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen und "macht" auch niemanden zum Neonazi. Das soll erstens anhand von einigen Musikbeispielen gezeigt werden, zweitens soll dann aber der Fokus darauf gerichtet werden, welche wesentlichen Funktionen Musik für die extreme Rechte stattdessen hat und wieso der Alarmismus der "Einstiegsdroge" von den eigentlichen gesellschaftspolitischen Problemen extrem rechter Musik nur ablenkt.


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