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Fachtag 2026 “JETZT. Stärken, was uns trägt.”
Vor dem Hintergrund aktueller kulturpolitischer Veränderungen - von der Novellierung des Kulturraumgesetzes in Sachsen bis zur zunehmenden Politisierung von Kulturförderung – bearbeitet der zweitägige Fachtag das Spannungsfeld der Soziokultur zwischen kulturpolitischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Der Fachtag bringt Akteur*innen aus Verwaltung, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft zusammen und lädt ein zu einem lebendigen, praxisnahen Austausch.
Das Programm für den 17.06.2026*
09:00 Anreise und Registrierung
10:00 Eröffnung und Grußworte
Heidi Pinkepank // Geschäftsführerin Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.
Barbara Klepsch (angefragt) // Staatsministerin - Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus
Torsten Ruben-Zeh // Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Hoyerswerda
Kristina Rahe - Geschäftsführerin Bundesverband Soziokultur e.V.
Kirstin Zinke // Geschäftsführerin LV Soziokultur Sachsen e.V.
10:30 Fachimpuls
Dr. Roland Löffler // Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung
11:00 Keynotes
Drin Liya Yu // Neuropolitische Philosophin (Berlin/München)
Mechthild Eickhoff // Geschäftsführerin Fonds Soziokultur
11:45 Pause
12:00 Podiumsdiskussion
Mechthild Eickhoff, Drin Liya Lu, Dr. Roland Löffler, Barbara Klepsch,
Dr. Stephan Meyer (angefragt) // Landrat im Landkreis Görlitz
Mario Zenner // Geschäftsführer Alter Gasometer e.V., Zwickau
13:00 Mittagspause
14:00 Panels
Panel 1: Soziokultur - bürgernahe Gemeinwesenarbeit oder politischer Störfaktor?
Soziokulturelle Einrichtungen sind Orte der kulturellen Vielfalt und ermöglichen Bürger*innen ihre Stadtgesellschaft mit den Mitteln von Kunst und Kultur zu gestalten. Diese partizipativen Freiräume sind für viele Menschen ein Anker gelebter Demokratie. Andere empfinden die Angebote als zu laut, zu bunt, zu schräg und zu politisch.
- Sind soziokulturelle Einrichtungen Mehrwert oder Stressfaktor einer Stadtgesellschaft?
- Dürfen und sollen sich soziokulturelle Einrichtungen politisch betätigen?
- mit Dr. Roland Löffler & Kirstina Rahe
Panel 2: Kulturelle Bildung und Teilhabe – Leuchtturm oder Teelicht?
Kulturelle Bildung ermöglicht positive Bildungserfahrungen sowie gesellschaftliche Teilhabe. Sie überwindet soziale Ungleichheit und ist immanenter Bestandteil der Soziokultur sowie weiterer Sparten der Kultur- und Sozialarbeit. Auf Bundesebene über das Förderprogramm „Kultur macht Stark“ zu einem Leuchtturm der außerschulischen Bildungsarbeit erhoben, ist sie auf Landesebene und in Kommunen häufig ein kleines Licht. Kulturelle Bildung muss als Querschnittsaufgabe ressortübergreifend ausgebaut werden, sonst wird sie weiterhin wie ein Schwarzer Peter hin und hergeschoben.
- Wie steht es in Sachsen um die kulturelle Bildung?
- mit Dr.in Nina Stoffers // Geschäftsführerin LKJ Sachsen e.V. & Mechthild Eickhoff
Panel 3: Alles hat seinen Preis. Faire Vergütung oder Taschengeld?
Soziokulturelle Einrichtungen sind professionell arbeitende lokale Unternehmen in nichtkommunaler Trägerschaft. Eine auskömmliche Finanzierung, insbesondere von Personal und Honorarkräften ist leider die Ausnahme. Die Diskussionen um eine faire Vergütung für sächsische Akteur*innen stockt spätestens seit Bekanntwerden der problematischen Haushaltslage im Freistaat. Die Freie Hansestadt Hamburg kann auf eine von der politische Willensbildung bis zur Ausgestaltung eines tragfähigen Tarifsystems für soziokulturelle Einrichtungen erfolgreiche Umsetzung blicken.
- In diesem Panel erhalten Sie Einblicke in die Prozesse hin zu einer fairen Vergütung für die Soziokultur
- mit Corinne Eichner // Geschäftsführerin Stadtkultur Hamburg und Veronika Michel // LV Soziokultur Sachsen e.V.
Panel 4: Zukunftsorte des Gemeinwesens denken. Gemeinsame Transformation oder einsamer Abgesang?
Sowohl die sich wandelnde Gesellschaft als auch die unklaren Rahmenbedingungen einer auskömmlichen Finanzierung fordern alle kulturpolitisch Verantwortlichen und Kulturakteur*innen dazu auf, Perspektiven für eine zukunftsfähige kulturelle Infrastruktur zu erarbeiten.
Der Reflex, die eigene Sparte zu retten und sich auf diese zu konzentrieren, greift zu kurz. Akteur*innen aus Kultur, Gesellschaft und Politik sind aufgefordert, aus einem Zusammenspiel verschiedener Sparten, Professionen und Perspektiven neue Gestaltungsoptionen sowie tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln.
- Wie können tiefgreifende Transformationsprozesse ohne Selbstaufgabe und Identitätsverlust gelingen?
- mit Thomas Pilz // Kulturfabrik Medea e.V., Mittelherwigsdorf & Uwe Proksch // Geschäftsführer a.D., Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.
15.30 Pause
15:45 Plenum
Vorstellung der Ergebnisse aus den Panels
16:30 Ende Tagungsprogramm
18:00 Beginn Abendprogramm mit Abendessen
19:00 Offenes Gespräch
Neuropolitik -neue Wege aus Populismus und Polarisierung // Liya Yu + Dr. Roland Löffler
20:00 Come Together (bis 23:00 Uhr)
Intro 18.06.2026
Die gesellschaftlichen Transformationsprozesse prägen die Lausitz. Die Region ist Brennglas und Labor zugleich. Die Menschen trotzen den Herausforderungen und haben sich mutig neu erfunden. Welche Rolle Soziokultur einnehmen kann, um Stadtgesellschaft und Zukunft mitzugestalten, werden die Tagungsteilnehmer*innen in unterschiedlichen Exkursionen erfahren.
Das Programm 18.06.2026*
09:30 Exkursion I - Moderierte Bustour "Gesellschaftliche Transformationsprozesse der Lausitz"- Stationen: Hoyerswerda, Weißwasser, Görlitz, Bautzen, Hoyerswerda (Ende der Tour ca.16:30 Uhr)
09:30 Exkursion II - Geführter Rundgang "Gesellschaftliche Transformationsprozesse am Beispiel der Stadt Hoyerswerda" - Stadtspaziergang (Ende gegen 13:00h)
*Änderungen vorbehalten.
Der LV Soziokultur Sachsen e.V. und dieser Fachtag werden gefördert durch
das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Kultur und Tourismus.


Die Sächsische Landeszentrale für Politische Bildung ist Kooperationspartner dieses Fachtages.

Veranstaltungsort
BürgerzentrumBraugasse 1
02977 Hoyerswerda
Deutschland
Koordinaten (Lat, Long):
51.439041, 14.245502
Karte anzeigenRoutenplanung
Hinweise
Parkhaus
Anreise mit dem Zug
Sie erreichen den Bahnhof Hoyerswerda mit unterschiedlichen Zugverbindungen. Die Verbindungsauskunft finden Sie hier. Bitte planen Sie 15 - 20 Minuten Fußweg vom Bahnhof zur Kulturfabrik ein.
PKW-Parkplätze
Das Parkhaus Hoyerswerda befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Kulturfabrik und ist (Stand April/2026) kostenfrei. Die Zufahrt erfolgt über die Fischerstraße gegenüber der Schlossanlage. Bitte informieren Sie sich vor Ort über mögliche Schließzeiten. Weitere kostenfreie Parkmöglichkeiten befinden sich fußläufig auf dem Parkplatz des Behördenzentrums (Pforzheimer Platz).
Barrierefreie Parkplätze an der Kulturfabrik
Diese befinden sich auf der Spremberger Straße (Zufahrt über Braugasse).