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Fachtag "Familieninstitutionen - Ein (Lern)Ort für Demokratie und Begegnung"
Donnerstag, 03.09.2026, 10.00 bis 16.00 Uhr, Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz
Am Fachtag können Sie ein Forum besuchen, wir bitten Sie bei der Anmeldung die zwei von Ihnen favorisierten Foren anzugeben. Folgende Foren stehen Ihnen zur Auswahl:
Forum 1: Demokratie leben im MGH/HdF: Erfahrungen teilen - gemeinsam lernen
Marianne Feld und Jutta Merrem MGH/ HdF Wittlich, Kinderschutzbund Bernkastel-Wittlich e.V.
Entlang der Praxisbeispiele „Club der guten Taten“ und dem „Sozialladen“ aus dem MGH/HdF Wittlich wird gemeinsam die gelebte Praxis mit dem Gehörten am Vormittag verknüpft. Das Ziel dieses Forums ist das Teilen von Erfahrungen und gegenseitiges Lernen. Erörtert werden sollen unter anderem die Fragen, inwiefern durch bestehende Angebote das demokratische Miteinander gefördert wird, welche Werte durch das Zusammenwirken von Jung und Alt, vermittelt werden und welche Rolle das bürgerschaftliche Engagement in den Häusern spielt.
Forum 2: Gemeinsam Ehrenamt und Demokratie in RLP stärken - im Austausch mit der Staatskanzlei
Birger Hartnuß und Tatjana Kinzelbach, Landesinititative - Wir tun 'was / Bündnis Demokratie gewinnt RLP
Bürgerschaftliches Engagement in Rheinland-Pfalz hat nicht nur eine lange Tradition, sondern wächst stetig in den verschiedenen Freizeit-, Bildungs- und Lernorten an. Veränderte Rahmenbedingungen wie auch unterschiedlichste Herausforderungen und ggf. auch Erschwernisse durch gesellschaftliche Entwicklungen gehen damit ebenso einher. Die Landesleitstelle Ehrenamt in der Staatskanzlei fördert und begleitet dieses Engagement seit Jahren mit verschiedenen Programmen und initiiert zudem auch Bündnisse für eine gemeinsame Stärkung der Demokratie. In dem Forum werden diese vorgestellt und im Austausch weitere Ansatzpunkte herauskristallisiert, die dem Ausbau der Vernetzung zwischen Land und Akteuren in den Kommunen dienen.
Forum 3: Haltung zeigen - Dialoge führen: Demokratiebildung als Querschnittsaufgabe der Familienbildung
Dana Meyer, PEV - Progressiver Eltern- und Erzieher*innen-Verband NRW e.V.
Demokratiebildung ist ein zentraler gesellschaftlicher Auftrag – auch für die Familienbildung. Dabei geht es jedoch nicht nur um einzelne, konkrete Angebote der politischen Bildung. Vielmehr kann und sollte Demokratiebildung als Querschnittsaufgabe verstanden werden, die sich durch die gesamte Arbeit mit Familien zieht. Der Workshop setzt genau hier an: er richtet den Blick darauf, wie demokratische Werte, Normen und dialogische Prozesse bereits im bestehenden Angebot der Familienbildung mitgedacht und gestärkt werden können – vom Elternstartkurs bis zum offenen Treff. Demokratiebildung bedeutet in diesem Verständnis nicht „etwas zusätzlich anzubieten“, sondern das, was Fachkräfte ohnehin tun, bewusst um eine demokratische Perspektive zu erweitern. Dabei geht es unter anderem darum, Dialoge über gesellschaftliche Themen zu ermöglichen, demokratische Prozesse in der Arbeit mit Familien zu gestalten und eine klare Haltung gegenüber antidemokratischen Positionen zu entwickeln. Im Workshop reflektieren die Teilnehmenden unter anderem: ihr eigenes Verständnis von Demokratie, Politik und gesellschaftlichem Engagement die Rolle und Verantwortung von Fachkräften der Familienbildung in gesellschaftlichen Entwicklungen Möglichkeiten und Ressourcen, Demokratiebildung in den Arbeitsalltag zu integrieren Konkrete, praktische Wege, Dialoge über gesellschaftliche Themen mit Familien und auch innerhalb unserer Teams/Organisationen zu führen alltagsnahe Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit antidemokratischen Positionen Neben methodischen Reflexionsimpulsen werden Erfahrungen, Praxisbeispiele, Herausforderungen und Fallstricke diskutiert.
Forum 4: Demokratie leben in der Institution - Umgang mit demokratie- und menschenfeindlichen Aussagen
Tillmann Schröder, Heinrich-Böll-Stiftung RLP
Dieses Forum bietet einen Einblick in ein zweitägiges Training, wie man mit autoritären, demokratie- und menschenfeindlichen Aussagen umgehen kann. Der Fokus wird dabei auf den Baustein, wie man mit autoritären Aussagen in der professionellen Rolle umgehen kann, gelegt.