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Gemeinsam mit Detox Identity und dem Jugendzentrum OSCAR bieten wir pädagogischen Fachkräften und Interessierten eine dreiteilige Multiplikator:innen-Schulung* an. 

Die Auseinandersetzung mit Diskriminierung, Gender und Diversity gehört für viele zum Alltag. Doch in Aus- und Weiterbildungen finden diese Themen oft wenig oder gar keine Berücksichtigung. Diese Lücke möchten wir schließen! Mit der Schulung werden ganz praxisnahe inhaltliche und methodische Kompetenzen zu Geschlechtergerechtigkeit und Rassismuskritik vermittelt. Dabei setzen die Referent:innen von Detox Identity an der Lebenswelt junger Erwachsener an und greifen aktuelle Erkenntnisse der intersektionalen Geschlechterforschung auf.

*Multiplikator:innen geben ihr Wissen, Werte oder Informationen an größere Gruppen weiter und prägen so gesellschaftliche, politische oder bildungsbezogene Prozesse. Dazu zählen wir unter anderem pädagogische Fachkräfte, Sozialarbeiter*innen, Angehörige von Sicherheitsbehörden, Mediziner*innen und Psycholog*innen sowie Menschen die sich im Bereich der Demokratieförderung und Präventionsarbeit bewegen.

Die Schulung beinhaltet drei Termine, die auch unabhängig voneinander besucht werden können, jeweils von 10:00 bis 16:30 Uhr

17. November 2026: (Anti-)Feministen von morgen? Umgang mit Sexismus und Queerfeindlichkeit

Inhalt: Antifeminismus bietet jungen Männern* attraktive Denk- und Handlungsangebote – von Reichtum und Macht über sexuelle Erfüllung bis zur Anerkennung des eigenen Schmerzes. Was setzen wir dem entgegen? Um Feminismus attraktiver zu machen, lohnt sich ein Blick auf die Widerstände junger Männer*: Was steckt hinter dem Hass auf Frauen und queere Personen? Wie erreichen wir sie, bevor sich ihr Weltbild schließt – und wie stärken wir gleichzeitig FLINTA*? Ziel der Weiterbildung ist ein wertschätzendes Verständnis für diese Widerstände und Strategien und dem Erlangen von Kompetenzen, um sie konstruktiv in der Jugendbildung zu bearbeiten.

17. Februar 2027: Tiktoksische Männlichkeit Medien - und Genderkompetenz in der Bildungsarbeit

Inhalt: Auf TikTok und anderen Plattformen verbreiten sich antifeministische und rechtsextreme Narrative rasant, besonders unter jungen Männern*. Problematische Männlichkeitsbilder werden attraktiv inszeniert und als Lösung für Krisen und Unsicherheit dargestellt. Wie können wir Jugendliche unterstützen, solche Inhalte kritisch zu hinterfragen und alternative Perspektiven zu entwickeln? Im Workshop beleuchten wir angesprochene Bedürfnisse und lernen Methoden zur Förderung von Medienkompetenz, Reflexion von Männlichkeitsbildern und Erweiterung eigener Handlungsspielräume. Gemeinsam üben wir, Grenzen zu setzen, wirksam zu argumentieren und solidarisch zu intervenieren. 

10: März 2027: Migränntlichkeit - Eine intersektionale Perspektive für die Jugendbildung

Inhalt: In der kritischen Auseinandersetzung mit Männlichkeiten* schleichen sich häufig rassistische Narrative ein: Sexistisches und queerfeindliches Verhalten wird vorschnell mit Herkunft erklärt, statt Strukturen zu hinterfragen. So entsteht ein „Wir" und „die Anderen", während die eigentlichen Ursachen unberührt bleiben. Diese Fortbildung bietet einen geschlechterreflektierten Ansatz für pädagogische Arbeit zu Männlichkeiten* – ohne Rassismus zu reproduzieren. Teilnehmende reflektieren eigene Prägungen, entwickeln ein wertschätzendes Verständnis für migrantische Männer* und erarbeiten gemeinsam Strategien, diese rassismussensibel zu fördern und antisexistisch zu fordern.

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