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Hintergrund:

Bei diesem Fachtag wollen wir der Frage nachgehen, wie vor dem Hintergrund auf einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz ab 2026 die unterschiedlichen Systeme Kinder- und Jugendhilfe und Schule in ihren Funktionen, Aufgaben und Aufträgen aufeinander abgestimmt und verbindliche Qualitätsstandards umgesetzt werden können. Dabei geht es um mehr als nur die Kooperation beider Einrichtungen. Vielmehr wollen wir beleuchten, wie die Trias aus Erziehung, Bildung und Betreuung über den ganzen Tag hinweg hochwertig und kindgerecht im Rahmen eines geteilten Bildungsverständnisses umgesetzt werden kann.

Der Fachtag wird veranstaltet vom Ganztagsschulverband e.V. Landesverband Sachsen gemeinsam mit dem Grundschulverband Landesverband Sachsen in Kooperation mit der Volkshochschule Leipzig.


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Tagesablauf

08:00 Ankommen und Anmeldung

09:00 Eröffnung und Begrüßung (Ganztagsschulverband e.V. Landesverband Sachsen und Grundschulverband Landesverband Sachsen)

09:30 Patricia Körber (FH Mittweida), Von der Leichtigkeit und Anstrengung Kind zu sein

Kindsein ist einem ständigen Wandel unterworfen. Was es bedeutet, ein Kind zu sein und als solches seinen Alltag zu bestreiten, ist untrennbar damit verbunden, wie Gesellschaften die Kindheit als Lebensalter verstehen und gestaltend darauf Einfluss nehmen. Dabei sind es vor allem Erwachsene, die Kindheit „machen“. In diesem Vortrag soll es um den erwachsenen Blick, vor allem aber um die kindliche Entwicklung und die täglichen Bewältigungsanforderungen an Kinder gehen. Letztlich stellt sich die Frage nach dem Ganztag als erwachsene Antwort auf ein sich wandelndes Bild von Kindheit.

10:30 Pause

11:00 Sylvia Mihan (DKJS Dresden), Herausforderungen und Chancen der Kooperation von Grundschule und Hort

Eine enge Kooperation von Schule und Hort ist in Sachsen gesetzlich verankert, doch in der Praxis führt die gemeinsame Gestaltung des Ganztags immer wieder zu Spannungen. Der geplante Rechtsanspruch auf Schulkindbetreuung hat die Diskussion über die Notwendigkeit einer qualitativen Weiterentwicklung des Ganztags neu entfacht. Im Fokus stehen dabei unter anderem ein klares Rollenverständnis aller im Ganztag tätigen Personen sowie eine bessere Verzahnung aller durch Schule, Hort und externe Anbieter*innen offerierten Angebote im Interesse eines kindgerecht gestalteten Ganztags. 

Der Impuls bietet einen Überblick über häufig auftretende Schwierigkeiten der Kooperationspraxis, mögliche Handlungsansätze, um die multiprofessionelle Zusammenarbeit vor Ort zu verbessern sowie Praxisbeispiele von Einrichtungstandems, die gemeinsam Lösungen erarbeitet haben.

12:00 Mittagspause

13:00 Fachforen Runde 1

Prof.in. Frauke Mingerzahn (HS Magdeburg-Stendal), Gelingensbedingungen für erfolgreiche multiprofessionelle Kooperation im Ganztag

In diesem Fachforum sollen einige, auf der Ebene der Theorie und Forschung diskutierte Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche multiprofessionelle Kooperation vorgestellt werden. Diese wollen wir gemeinsam hinterfragen und diskutieren, welche Möglichkeiten und Grenzen Sie in der Praxis für deren Umsetzung sehen.

Dr. Stephan Bloße (Servicestelle Ganztag, LaSuB Zwickau), Das gemeinsame Ganztagskonzept und die Kooperationsvereinbarung als Qualitätskriterium

Grundlage für die Umsetzung von Ganztagsangeboten im Rahmen der Sächsischen Ganztagsangebotsverordnung ist die sogenannte Ganztagskonzeption. Grundschulen müssen darin Aussagen über Regelungen zur Zusammenarbeit mit den Horten formulieren, welche in der Kooperationsvereinbarung zwischen Grundschule und Hort beschlossen wurden. Für einen gemeinsam gestalteten Ganztag ist es bereits auf der Ebene der Konzeptionen und Vereinbarungen wesentlich, Verzahnungen, Verknüpfungen und gemeinsame Aktionsfelder handlungsleitend abzustimmen und zu konkretisieren. Wie dies gelingen kann und welche Voraussetzungen dazu erforderlich sind, soll in diesem Fachforum thematisiert werden.    

Dr. Petra Schneider-Andrich, Justus König (ehs Dresden, Ganztagspiloten), Die sächsischen Lehrpläne für den Primarbereich und der sächsische Bildungsplan: Überschneidungen und Differenzen sowie Potenziale und Begrenzungen mit Blick auf die Kinder und deren Bedarfe

Sollen Grundschule und Hort in einer (rhythmisierten) Ganztagsschule stärker zusammenarbeiten, ist es sinnvoll, dass die Lehr- und Fachkräfte u.a. die konzeptionellen Grundlagen und Ziele ihres Handelns aufeinander abstimmen. Neben standortinternen Konzeptionen sind für die Lehrkräfte die Lehrpläne für den Primarbereich, für die pädagogischen Fachkräfte der Sächsische Bildungsplan bindend. Wir möchten anhand einzelner Lehrpläne und dem Sächsischen Bildungsplan gemeinsam mit den Teilnehmenden untersuchen, inwiefern diese Pläne miteinander vereinbar sind, an welchen Stellen sie sich gleichen und wo sie sich aber vielleicht auch konträr gegenüberstehen. Dabei möchten wir uns auf die Darstellung der Kinder und deren Bedarfe in den Plänen fokussieren – Inwieweit werden die Kinder in den Plänen thematisiert? Nach einem kurzen Input wird es Raum und Zeit zum Austausch und Diskutieren geben. Dabei wird auch die Perspektive von Kindern aus aktuellen Erhebungen an Grundschulen und Horten aus Sachsen einfließen.

Matthes Blank (GEW Sachsen), Guter Ganztag braucht gute Ressourcen für alle

Unter welchen Bedingungen kann die Kooperation zwischen Grundschule und Hort gelingen? Insbesondere sollen dabei ein gemeinsames Bildungsverständnis, notwendige Ressourcen, veränderte Arbeitsweisen, Arbeitsplatzausstattung und Arbeitszufriedenheit in den Blick genommen werden. Welche grundlegenden Qualitätsstandards müssen perspektivisch für alle Grundschulen in Sachsen festgeschrieben werden? Welche politischen Forderungen ergeben sich aus Sicht der GEW Sachsen vor Eintritt des Rechtsanspruches auf ganztägige Betreuung (2026) in Richtung Kultusministerium und Landtag? Diesen Fragen soll in diesem Fachforum nachgegangen werden.

Antje Buschmann (Schulleiterin der Questenberg Grundschule Meißen), Praxisbeispiel

Seit dem Schuljahr 2023/24 wird an der Questenberg-Grundschule in Meißen ein Schulversuch mit dem Schwerpunkt „Kern- und Kursunterricht: Kompetenzen stärken und Individualität fördern“ durchgeführt. Dabei geht es u.a. um Innovationen in den Bereichen Rhythmisierung des Schulalltags, fachübergreifender Unterricht, alternative Leistungsbewertung und Kultur der Digitalität. Schulleiterin Antje Buschmann bietet in diesem Fachforum Einblicke in die Entwicklung und Gestaltung eines modernen Lehr- und Lernverständnisses und die damit verbundene Strukturierung des Schulalltags.

Undine Schneider und Janet Peip (Schulleiterin und Hortleiterin der Karl-Marx-Grundschule Plauen), Praxisbeispiel

Die effektive Zusammenarbeit von Schule und Hort an der Karl-Marx-Grundschule Plauen ermöglicht eine reibungslose Verbindung von schulischen Bildungsangeboten mit denen des Horts. Jährlich wird diese Zusammenarbeit ausgeweitet, was durch die räumlichen und organisatorischen Gegebenheiten der Schule eine sorgfältige Planung erfordert. Die Schulleiterin und die Hortleiterin erläutern in diesem Fachforum das Konzept ihrer Schule und diskutieren, wie eine solche Kooperation gestaltet und implementiert werden kann.

14:00 Pause

14:30 Fachforen Runde 2, gleiches Angebot wie Runde 1, Beschreibungen siehe bitte oben

15:30 Schüler:innenstimmen: Wie soll unser Ganztag aussehen 

15:50 Gemeinsamer Tagesabschluss und Ausblick


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Widerrufsbelehrung
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Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, die verbindliche Buchung für Sie durchgeführt hat. Sie haben die Richtigkeit der von Ihnen angegeben Mailadresse sicherzustellen. Eine falsche Mailadresse hat keine aufschiebende Wirkung für die Widerrufsfrist. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns,

Ganztagsschulverband Sachsen, E-Mail: buelau@ganztagsschulverband.de

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Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.