Wenn Arbeit Grenzen überschreitet: Was bedeutet internationale Arbeitsmigration für Deutschland und die Herkunftsländer?
Internationale Arbeitsmigration ist längst Bestandteil des deutschen Arbeitsmarktes und unseres Alltags. Menschen kommen nach Deutschland, weil hier Beschäftigungsmöglichkeiten und bessere Verdienstperspektiven bestehen. Gleichzeitig sind zahlreiche Branchen in Deutschland strukturell auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen.
Die Veranstaltung nimmt diese Realität zum Ausgangspunkt und fragt danach, unter welchen Bedingungen internationale Arbeitsmigration stattfindet und wie sie fair gestaltet werden kann.
Den konkreten Einstieg bildet die Lesung mit dem Journalisten und Autor Sascha Lübbe. In seinem Buch „Ganz unten im System“ beschreibt er Arbeits- und Lebensrealitäten von Menschen, die häufig unter prekären Bedingungen in Deutschland arbeiten. Seine Recherchen führen unter anderem zu rumänischen Arbeitsmigrant:innen in der Bau- und Fleischindustrie sowie zu usbekischen Lkw-Fahrern.
In der anschließenden Diskussion wird der Fokus auf die individuellen Geschichten um die strukturellen und internationalen Zusammenhänge von Arbeitsmigration erweitert.