Im Spannungsfeld zwischen Ohnmacht und Hoffnung. Friedensarbeit in der Kita
Praxis. Austausch. Und Raum für das, was im Alltag oft zu kurz kommt.
Wie können wir Kinder dabei begleiten, in einer von Unsicherheiten geprägten Welt Vertrauen, Zuversicht und ein Gefühl von Frieden zu entwickeln?
Welche Rolle spielen wir als pädagogische Fachkräfte und wie können wir selbst handlungsfähig bleiben?
Das Werkstatt-Treffen im August 2026 lädt dazu ein, diesen Fragen gemeinsam nachzugehen und Friedensarbeit in der KITA gemeinsam weiterzudenken. Im Mittelpunkt steht Friedensbildung in der Kita – verstanden nicht nur als Abwesenheit von Krieg, sondern als Gestaltung von Beziehungen, als bewusster Umgang mit Macht und als Beitrag zu gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Die Fortbildung verbindet fachliche Impulse, praktische Methoden und kollegialen Austausch rund um Friedensbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen. Dabei nehmen wir drei miteinander verbundene Ebenen in den Blick: die persönliche, die strukturelle und die kulturelle. Es geht sowohl um die eigene Haltung als auch um konkrete Umsetzungsmöglichkeiten im pädagogischen Alltag.
Gemeinsam arbeiten wir unter anderem an folgenden Themen:
- Was bedeutet Frieden – für uns und für Kinder?
- Wie gehen wir selbst und die Kinder mit Krieg, Angst und Unsicherheit um?
- Wie können wir konstruktiv über schwierige Themen sprechen?
- Welche Rolle spielen Werte, Zugehörigkeit und Gerechtigkeit im Kita-Alltag?
- Wie stärken wir Kinder – und uns selbst – in herausfordernden Zeiten?
Ziel des Treffens ist es,
- neue Perspektiven auf Friedensbildung zu gewinnen.
- konkrete Methoden für den Kita-Alltag mitzunehmen.
- sich gegenseitig zu stärken und zu vernetzen.
- mit mehr Klarheit, Mut und Zuversicht in die eigene Praxis zurückzukehren.
Beim Werkstatt-Treffen sprechen wir uns üblicherweise mit "du" an.
Wann: Montag, 3. August 2026, 13:00 Uhr – Mittwoch, 5. August 2026, 13:00 Uhr
Wo: Tagungshaus Lebensbogen, Zierenberg (Nähe Kassel). Das Seminarhaus ist gut mit der Bahn über Kassel/Wilhelmshöhe nach Zierenberg zu erreichen. Ab Zierenberg verkehrt stündlich ein Anrufsammeltaxi direkt zu uns. Gegebenenfalls ist ein hauseigener Shuttleservice möglich.
Kosten: Die Teilnahme am Werkstatt-Treffen ist nahezu kostenfrei. Reisekosten und Übernachtungskosten (max. 2 Nächte im Einzelzimmer) sowie die Verpflegung ab Montag Abend sind über Fördermittel finanziert. Für die Bettwäsche und Snacks bringe bitte 25€ in bar mit.
Alle Teilnehmer*innen sind in Einzelzimmern untergebracht. Darunter gibt es einige Einzelzimmer mit Bad bzw. Doppelzimmer in Einzelbelegung mit Gemeinschaftsbad. Die Vergabe der Zimmer erfolgt nach der Reihenfolge der Anmeldungen bzw. teile uns bitte mit, wenn du besondere Bedürfnisse hast und daher ein Einzelzimmer mit Bad benötigst.
WICHTIG: Stornokosten im Fall einer Absage können leider nicht übernommen werden (Infos dazu gibt es auf der Infos-Seite unter dem Button rechts oben).
Bitte wendet euch bei Fragen gerne an die Projektkoordinatorin Karin Wirnsberger (Tel: 0175-5620004, karin.wirnsberger@epiz.de).
Anmeldung: Bitte bis spätestens 30. Juni 2026 über das Formular weiter unten. Die Teilnehmendenzahl ist auf max. 25 Personen begrenzt.
Zielgruppe: Mitglieder des BNE-Partnernetzwerks „Frühkindliche Bildung (FRÜBI), Pädagogische Fachkräfte, Multiplikator*innen, Fachberatungen, Leitungskräfte und alle, die sich für ihre pädagogische Arbeit mit KITA-Kindern angesprochen fühlen.
Tag 1: 3. August 2026 | 13:00 Uhr - 18:30 Uhr | 20:00 - 21:30 oder länger
Tagesprogramm: Einstieg ins Werkstatt-Treffen, Kennenlernen und Hinführung zum Thema "Friedensbildung in Zeiten des Krieges"
Gemeinsam beschäftigen wir uns mit Fragen wie: Was bedeutet Frieden? Wie gehen Kinder und Erwachsene mit Angst, Unsicherheit und Ohnmacht um? Welche Rolle spielen Werte, Verantwortung, Beteiligung und die SDGs im Alltag der Kita?
MIt Inputs, Austauschgruppen und praktischen Übungen erkunden wir Friedenskultur im pädagogischen Alltag.
Abendprogramm: Spiele als wichtiges pädagogisches Werkzeug in der Friedensbildung
Tag 2: 4. August 2026 | 9:00 Uhr bis 18:30 Uhr | 20:00 - 21:30 oder länger
Tagesprogramm: Hoffnung, Empowerment und Umgang mit Konflikten: Wie können wir Hoffnung vermitteln, Kinder stärken und selbst handlungsfähig bleiben?
Im Mittelpunkt stehen Zukunftsängste, Empowerment, Streitkultur und der Umgang mit Andersdenkenden.
In parallelen praxisnahen Werkstätten geben wir weitere Impulse zur Friedensbildung (z.B. Bücherwerkstatt, Kinderyoga, Konsens-Übungen u.a.); inhaltliche und methodische Arbeit zum Thema Friedensbildung
Abendangebot: Gespräche und Austausch am Lagerfeuer, Tanzen
Tag 3: 5. August 2026 | 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Tagesprogramm: Aktuelle Einblicke aus dem BMBFSFJ und den Gremien der Nationalen Plattform BNE
10:00 - 12:00 Uhr Austausch und Impulse im Barcamp-Format, Ideen zur Weiterarbeit, Feedback und Ausblick
Impulsgeber*innen:
Karl-Heinz Bittl, Dipl. Sozialpädagoge, Trainer und Berater (ATCC), Supervisor, Coach. Leitung des Fränkischen Bildungswerks für Friedensarbeit e.V.
Francisca Gallegos, BtE-Referentin (Buen Vivir und andere Themen) und Projektmitarbeiterin in den KITA-Projekten im EPiZ Reutlingen
Orgateam & Moderation & Impulse:
Lena Grüber, Mitglied im Forum Frühkindliche Bildung der Nationalen Plattform BNE, Koordinatorin des BNE-Partnernetzwerks Frühkindliche Bildung (FRÜBI), Herausgeberin der Zeitschrift WAMIKI "Was mit Kindern"
Karin Wirnsberger, Mitglied im Forum Frühkindliche Bildung der Nationalen Plattform BNE, Koordinatorin der KITA-Projekte am EPiZ Reutlingen, Bildungsreferentin für BNE und Globales Lernen, Coach und Kinderyoga-Lehrerin
Veranstalter:
BNE-Partnernetzwerk Frühkindliche Bildung (FRÜBI) und Entwicklungspädagogisches Informationszentrum EPiZ Reutlingen (KITA-GLOBAL)
Gefördert durch:
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ)
Brot für die Welt
Misereor
Wir freuen uns auf inspirierende Tage mit Perspektivwechsel, Austausch und neuen Impulsen für die frühkindliche Bildung!