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Vortragsveranstaltung am Mittwoch, 26. August 2026, 18 Uhr 30
in der IHK Frankfurt am Main, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt am Main
14. Frankfurter Ludwig-Erhard-Dialog: „Wohlstand für alle. Aber wie? – Ludwig Erhard im 21. Jahrhundert“
Zum Inhalt: Auf schwaches Wachstum, steigende Insolvenzen und eine erodierende industrielle Basis reagiert Deutschland mit dem Versuch, wirtschaftliche Ergebnisse politisch steuern zu wollen: Subventionen sollen Investitionen auslösen, Schulden fehlende Dynamik ersetzen, zusätzliche Regulierung Sicherheit schaffen. Diese Maßnahmen behandeln die sichtbaren Symptome der Wachstumsschwäche, ohne aber ihre Ursachen zu beseitigen. Stattdessen schwächen sie den Wettbewerb, engen künftige Handlungsspielräume ein und erschweren private Investitionen.
Was würde Ludwig Erhard heute empfehlen? Für ihn entsteht Wohlstand nicht durch staatliche Lenkung. Der Staat sollte sich vielmehr darauf beschränken, verlässliche Regeln zu setzen. Er sollte nicht selbst darüber entscheiden, welche Technologien oder Branchen die größten Zukunftschancen haben. Deutschland sollte deshalb zu einer Wirtschaftsordnung zurückfinden, die unternehmerische Initiative stärker belohnt. Wettbewerb sollten wir nicht als Problem, sondern als Basis für Wohlstand begreifen. Im Kern stellt sich die Frage, wie Ludwig Erhards ordnungspolitische Grundsätze unter den Bedingungen unserer Zeit neu zur Geltung gebracht werden können.
Claudia Rose, geb. 1980 in Frankfurt. Studium der Volkswirtschaftslehre an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Studium der Rechtwissenschaften an der Goethe-Universität und der FernUniversität Hagen. 2014 Promotion an der Goethe-Universität Frankfurt am Main zum Dr. rer. pol. zum Thema Wettbewerb und Unternehmertum in Osteuropa. Seit 2015 Professorin für Volkswirtschaftslehre an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management am Studienzentrum Frankfurt am Main, dort seit 2022 stellvertretende wissenschaftliche Gesamtstudienleiterin. Seit Juli 2026 Teamleiterin Wirtschaftspolitik an der IHK Frankfurt am Main.
Anschließend findet ein kleiner Empfang mit Gesprächs- und Diskussionsmöglichkeiten statt.
Hinweise
Frankfurt am Main
Börsenplatz 4
60313 Frankfurt
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit der S-Bahn bis Frankfurt Hauptwache, Ausgang Schillerstraße, Fußweg zur IHK: etwa zwei Minuten.