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Wie viel Beweis braucht Kultur?

Über den Wert von Kultur und die Grenzen der Evidenz 

In den vergangenen Jahren wurde viel gemessen: Kultur soll gesellschaftliche Teilhabe fördern, Städte attraktiver machen, wirtschaftliche Effekte erzeugen, Demokratie stärken oder zum individuellen Wohlbefinden beitragen. Zahlreiche Studien versuchen, diese Wirkungen sichtbar und politisch belastbar zu machen. Doch was passiert, wenn Evidenz nicht zur erhofften Wertschätzung führt? Wenn trotz belastbarer Daten, Wirkungsmodelle und Evaluationen die Kulturhaushalte unter Druck geraten und insbesondere auf kommunaler Ebene immer wieder neu um Mittel gerungen werden muss? 

In der nächsten Ausgabe von zukunft:kultur fragen wir deshalb: Müssen wir die Hoffnung auf Evidenz aufgeben – oder müssen wir anders über den Wert von Kultur sprechen?
Gemeinsam mit Prof. Dr. Yvonne Pröbstle von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, Jérôme Jussef Lenzen von der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, der Künstlerin Anna Gohmert und Sven Reisch vom Kulturamt Böblingen  diskutieren wir, welche Rolle Zahlen, Wirkungsnachweise und ökonomische Argumente in der Kulturpolitik spielen – und wo ihre Grenzen liegen.

Welche Argumente verschaffen Kultur heute politische Relevanz? Wie lässt sich ihr Wert vermitteln, ohne ihn auf Besucherzahlen, Standortfaktoren oder messbare Effekte zu reduzieren? Und welche neuen Erzählungen, Allianzen und Formen kulturpolitischer Argumentation braucht es, wenn der Verweis auf Evidenz allein nicht trägt? 
Ein Abend über den Wert von Kultur – und darüber, wie wir ihn künftig begründen, vermitteln und politisch vertreten.

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