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Online-Fortbildung (via Zoom): Menschenhandel, Flucht und Trauma (+) am 30.11.2026 von 09.30 bis 13.00 Uhr

Menschenhandel ist eine schwere Menschenrechtsverletzung. Häufig werden Betroffene über Jahre hinweg ausgebeutet, gedemütigt und ihrer Rechte beraubt. Diese Ausbeutung kann sowohl im Herkunftsland, während der Flucht oder auch nach der Ankunft im Zielland stattfinden. Viele Opfer sind Frauen, häufig auch Minderjährige. Aber Menschen jeden Geschlechts und Alters können Opfer von Menschenhandel sein. Viele Betroffene wissen selbst oft nicht, was Menschenhandel genau bedeutet, und können oder möchten ihre Erfahrungen und Traumatisierungen nicht direkt mitteilen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, ihnen mit einem traumasensiblen Ansatz zu begegnen, um Vertrauen aufzubauen und Unterstützung zu ermöglichen. 

Diese Fortbildung vermittelt einen Überblick über internationale und nationale Abkommen sowie den strafrechtlichen Rahmen zur Bekämpfung von Menschenhandel. Zudem werden relevante Statistiken aus dem Hellfeld und Dunkelfeld vorgestellt und diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem praktischen Austausch und der Reflexion der Teilnehmenden. Ziel der Fortbildung ist es, durch ein vertieftes Verständnis von Menschenhandel die Versorgung von Geflüchteten, die Überlebende von Menschenhandel sind und unter Traumafolgestörungen leiden, zu verbessern. 

Bitte beachten Sie, dass Grundkenntnisse zum Thema Trauma (z. B. durch Teilnahme an der Fortbildung „Trauma und Flucht“ oder einer vergleichbaren Einführung) vorausgesetzt werden.

Zielgruppe: Die Fortbildung richtet sich an Personen, die im psychosozialen Bereich mit geflüchteten Menschen arbeiten, sowie an Fachkräfte aus den Bereichen Beratung, Jugendhilfe, Migration, Gesundheit, Bildung und Soziale Arbeit, die mit vulnerablen Menschen in Kontakt stehen.

Teilnahmegebühr: 60€

Referentin: Dr. Pascale Reinke-Schreiber
Dr. Pascale Reinke-Schreiber ist Psychologin und Psychotherapeutin in Ausbildung (Verhaltenstherapie) und gehört seit April 2024 zum NTFN-Team in Oldenburg. Vorher hat sie bei den Vereinten Nationen in Wien (UNODC) als Expertin gegen Menschenhandel und Schleusungskriminalität gearbeitet. Im Rahmen mehrerer Fortbildungen hat sie sich mit Gendergerechtigkeit und Menschenrechten auseinandergesetzt und als Schwerpunkte in ihre Arbeit integriert. Pascale hat in Kiel Diplompsychologie mit Vertiefungsfach Rechtspsychologie studiert. Danach hat sie an der Universität Cambridge promoviert und zu polizeilichen Opferbefragungen von Überlebenden von Menschenhandel geforscht sowie traumasensible Empfehlungen erarbeitet.

Weitere Informationen können Sie dem Einladungsflyer entnehmen.


Im Rahmen von NTFN - Wissen+ bieten wir Fortbildungen an, die über das Angebot unserer Psychosozialen Zentren hinausgehen und einzelne Aspekte besonders vertiefen.


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