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Qualitative Sekundäranalysen – Forschungsdatenzentren & Online-Fallarchive für Masterarbeit und Promotion nutzen

Unter einer Sekundäranalyse versteht man eine Forschungsstrategie, bei der bereits vorliegende und dafür freigegebene Daten unter einer eigenen Fragestellung re-analysiert werden. Solche Sekundäranalysen werden mittlerweile durch eine ganze Reihe von Institutionen und Forschungsdatenzentren mit Bezug zur Bildungsforschung unterstützt (DIE, GESIS, IQB, QualiBI), die komplette Datensätze abgeschlossener Studien zur Verfügung stellen. Im Bereich der qualitativen Bildungsforschung besteht außerdem die Möglichkeit auf sogenannte Online-Fallarchive zuzugreifen, die ursprünglich für die universitäre Lehre entwickelt wurden, aber auch zur Bearbeitung von schulpädagogischen und fachdidaktischen Fragestellungen im Rahmen von Abschlussarbeiten und Promotionen genutzt werden können. Mit ihrer Hilfe können z.B. Fallsammlungen zur Gestaltung von Unterrichtsanfängen oder zur Beziehungsdynamik zwischen Lehrer:innen und Schüler:innen erstellt werden. ​​​​​​​

Die Nutzung bereits vorliegender Daten für die empirische Bildungsforschung erscheint aus mehreren Gründen sinnvoll: Zum einen ist die Bereitschaft von schulischen Akteuren an wissenschaftlichen Studien teilzunehmen stark rückläufig, so dass neue Strategien der Datenerhebung entwickelt werden müssen (https://cdn.table.media/assets/briefings/bildung/positionspapier_gebf.pdf). Für studentische Forschungsarbeiten besteht der Vorteil von Sekundäranalysen in der Fokussierung auf Konzeption und Auswertung, da eine klassische Erhebungsphase wegfällt und damit auch die z.T. aufwändige Generierung von schulischen Kooperationspartner:innen. Schließlich bieten v.a. Online-Fallarchive die Möglichkeit, empirisch fundierte Praxisbeispiele für die Lehre zu nutzen.

Der Workshop bietet eine Einführung in die Sekundäranalyse von qualitativem Datenmaterial und stellt Möglichkeiten der Recherche in den Online-Datenbanken von Forschungsdatenzentren und Fallarchiven vor. Wir erproben gemeinsam die Erstellung einer Fallsammlung unter einer spezifischen Fragestellung und diskutieren mögliche qualitative Auswertungsstrategien.

Zielgruppe:

Der Workshop richtet sich an Promovierende mit Interesse an qualitativen (Sekundär-)Analysen, an Masterstudierende, die überlegen eine qualitativ-empirische Masterarbeit zu schreiben, sowie an Dozierende im Bereich der Bildungswissenschaft bzw. der Fachdidaktiken, die in ihren Seminaren fallbasiert arbeiten wollen. 

Teilnahme:

Der Workshop wird in hybrider Form ausgetragen. In der Anmeldung kann zwischen einer Teilnahme vor Ort (Zentrum für Lehrer*innenbildung, Immermannstraße 49, 50931 Köln; Raum 2.15 "Purple Room" ) oder einem Beitritt via Zoom entschieden werden. Die Zugangsinformationen für den Online-Beitritt werden rechtzeitig per E-Mail bereitgestellt. 

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