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Weltordnung am Scheideweg

Steht die regelbasierte Weltordnung vor ihrem Ende? Welche Folgen haben der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, autoritäre Entwicklungen in den USA, Chinas wachsender globaler Machtanspruch und die zunehmende Konkurrenz geopolitischer Akteure für Deutschland, Europa und die Demokratie? Und wie können diese tiefgreifenden Veränderungen im Politikunterricht sachgerecht, kontrovers und schülerorientiert thematisiert werden?

Der Tag der politischen Bildung 2026 bietet einmal mehr Raum, diese Fragen gemeinsam zu diskutieren. Dazu gibt es einen fachlichen Input durch Expertinnen und Experten sowie einen Austausch über bewährte Unterrichtsansätze. Die Landeszentrale für politische Bildung und die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung Sachsen-Anhalt e. V. laden Lehrkräfte, Akteure der Zivilgesellschaft und der Erwachsenenbildung herzlich dazu ein.

Programm:

9.00 Uhr Ankunft, Anmeldung, Begrüßungskaffee

9:30 Uhr Begrüßung

9:45 Uhr Vortrag und Gespräch

„The Jungle Grows Back: Internationale Unordnung nach der Zeitenwende“

Prof. Dr. Johannes Varwick, Professur für Internationale Beziehungen und europäische Politik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

10:45 Uhr Kaffeepause

11:15 Uhr Podiumsgespräch

"Situation Deutschlands nach der Zeitenwende"

  • Dr. Elvira Rosert, Head of Strategy, Metis Institut für Strategie und Vorausschau, Universität der Bundeswehr München
  • Prof. Dr. Andreas Petrik, Professor für Didaktik der Sozialkunde, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Prof. Dr. Dirk Hanschel, Lehrstuhl für Deutsches, Europäisches und
     Internationales Öffentliches Recht, Martin-Luther-Universität Halle-
     Wittenberg

12:30 Uhr Mittagspause

Mitgliederversammlung der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung Sachsen-Anhalt e. V.

Angebot in der Mittagspause:

 Politik, Praxis & Poster

Die Poster-Session bietet Raum für kollegialen Austausch über erprobte Unterrichtsreihen und politikdidaktische Methoden im Fach Sozialkunde – auch über das Tagungsthema hinaus. Lehrkräfte, Referendarinnen und Referendare sowie Studierende präsentieren praxisbewährte Unterrichtsideen mit Bezug zum Fachlehrplan und stehen während der Mittagspause für Fragen, Gespräche und fachlichen Austausch bereit.


14:00 Uhr Praxis-Workshops

Workshop 1: Internationale Politik im Klassenzimmer – Wie mit Planspielen Aktivierung gelingt und Reflexion angeregt wird

Planspiele bieten das Potenzial, internationale Politik interaktiv und aktivierend zu vermitteln. Vor dem Hintergrund fachdidaktischer Bezüge werden im Workshop Möglichkeiten zur Durchführung von Planspielen im Politikunterricht diskutiert. Nach einem Input zur Planspielmethode (inkl. der Durchführung eines Kurzplanspiels) entwickeln wir Ideen für Unterrichtsszenarien, in denen erprobte Planspiele zum Thema Vereinte Nationen und Europäische Union bereits in einer Doppelstunde eingesetzt werden.

Christian Buschmann, Abteilung für Didaktik der Geschichte, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt/M.

Workshop 2: Ein Krieg, acht Zugänge. Politikdidaktische Prinzipien als Zugänge zum Ukrainekonflikt

Der Ukrainekrieg stellt den Politikunterricht vor besondere Herausforderungen: Komplexität, Emotionalität und kontroverse Deutungen verlangen begründete didaktische Zuschnitte. Der Workshop zeigt anhand verschiedener politikdidaktischer Prinzipien, wie derselbe Gegenstand als Konflikt, Fall, Problem, Zukunftsfrage, Dilemma oder lebensweltliche Erfahrung fokussiert werden kann. In Kleingruppen entwickeln die Teilnehmenden eigene Unterrichtszugänge und reflektieren deren Erkenntnischancen, Grenzen und passende Methoden.

Prof. Dr. Andreas Petrik, Didaktik der Sozialkunde, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Workshop 3: Über „Krieg und Frieden“ sprechen – mit einem Bilderbuch als Gesprächsanlass. Unterrichtsidee für die Klassenstufen 5 bis 8 

Das Thema „Krieg und Frieden“ beschäftigt auch jüngere Schülerinnen und Schüler. Daher ist es wichtig, sensibel über dieses Thema zu sprechen und politische Bildung (auch jenseits des Sozialkundeunterrichts) zu ermöglichen. Als Ausgangspunkt dient das Bilderbuch „Als der Krieg nach Rondo kam“ (Romana Romanyschyn, Andrij Lessiw 2022). Über die Arbeit mit dem Bilderbuch lassen sich politische Grundfragen zum Thema „Krieg und Frieden“ wachrufen und besprechen. Der Workshop sieht eine gemeinsame Erprobung und didaktische Reflexion der Unterrichtsidee vor.

Dr. Christian Fischer, Universität Erfurt

Workshop 4: Simulationsspiel POL&IS und das Konfliktplanspiel Syrien/Irak

In diesem Workshop lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die sicherheitspolitischen Planspiele der Jugendoffiziere der Bundeswehr kennen. Präsentiert werden das globale Simulationsspiel POL&IS (Politik & Internationale Sicherheit) sowie das Konfliktplanspiel Syrien/Irak. Beide Formate ermöglichen es den Teilnehmenden, internationale Politik, Krisenmanagement und diplomatische Entscheidungsprozesse praxisnah zu erleben und aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen besser zu verstehen.

Marco Tittmann, Jugendoffizier Halle (Saale) und Referent für Sicherheitspolitik

Workshop 5: „Wir lieben Konflikte“ – Konflikte als Lernchance für demokratisches Miteinander und positive Veränderungen

Der Workshop gibt einen Einblick in aktuelle Entwicklungen und zeitgemäße Methoden für die Bildungsarbeit zum Thema Konflikte aus der Erfahrung des Friedenskreis Halle. Wie kann es gelingen, die eigene Haltung besprechbar zu machen, positive Zukunftsperspektiven aufzuzeigen und dabei gleichzeitig Schülerinnen und Schüler in ihren vielfältigen Emotionen zu begleiten? Gemeinsam schauen wir auf Best-Practice-Methoden und Herausforderungen und probieren einige Methoden selbst aus. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden mindestens zwei neue Anregungen für die eigene Arbeitspraxis erhalten.

Franziska Blath, Friedenskreis Halle e.V.


15..45 Uhr Was ich noch zu sagen hätte…Gedanken zum Tag, Ausblick auf das Jahr 2027

16.00 Uhr Ende der Veranstaltung


Tagesmoderation: Sven Kochale

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