In der interkulturellen Zusammenarbeit werden Konflikte oft zu spät erkannt oder ineffizient gelöst, da klassische Methoden die kulturelle Vielfalt nicht berücksichtigen. Dieses Online-Seminar vermittelt Fachkräften der Migrations- und Flüchtlingsberatung praxisnahes Wissen sowie konkrete Handlungskompetenzen, um Konflikte frühzeitig zu erkennen, präventiv zu vermeiden und angemessen zu intervenieren. Die Teilnehmenden gewinnen mehr Handlungssicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen und Konflikten.
Neben einer erweiterten Perspektive auf interkulturelle Konflikte lernen die Teilnehmenden, Methoden der Konfliktbearbeitung praxisnah anzuwenden, Fälle zu analysieren und individuelle Lösungsstrategien zu entwickeln. In Kleingruppen können sie eigene Anliegen einbringen und sich gegenseitig lösungsfokussiert unterstützen.
Inhalt
- Grundwissen und Kompetenzen zur Vermeidung von Diskriminierung
- Den Beziehungsraum gestalten
- Erwartungen, Rollen und Regeln klären
- Umgang mit Sprachbarrieren
- Warum Konflikte auch Chancen bieten
- Transkulturelles Konfliktmanagement
- Das TOPOI-Modell zur Konfliktanalyse
- Gesprächstechnik für angespannten Beratungssituationen
Methodik
Kurze theoretische Inputs, Selbstreflexion, Praxistransfer in Einzel-, Paar- und Gruppenarbeit. Strukturierter Erfahrungsaustausch. Elemente aus Training, Coaching und Mediation. Systemische und lösungsfokussierte Ansätze. Kurze Inputs zu Konzepten und Modellen. Praktische Übungen zu den Anwendungen von Modellen und Tools. Praxissimulation und kreative Übungen.
Veranstaltungsdetails:
👤 ReferentInnen: Eiko Csapo
📅 Datum: 21. September 2026
⏰ Uhrzeit: 9:00 – 15:30 Uhr
📍 Ort: Online
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Schutz- und Versorgungskompass Schleswig-Holstein“ statt und richtet sich inbesondere an Mitarbeiter in Unterkünften für geflüchtete Menschen sowie an Mitarbeitende in kommunalen und Landesbehörden in Schleswig-Holstein, die mit dieser Zielgruppe arbeiten. Die Veranstaltung ist kostenlos. Teilnehmende aus Schleswig-Holstein werden priorisiert, bei ausreichend Plätzen können diese jedoch auch an Teilnehmende aus anderen Bundesländern vergeben werden.