„Deeskalation und Intervention bei aggressivem Verhalten und Gewalt – täterorientierte Interventionen im Kontext von Beziehungsgewalt“
Geflüchtete Menschen sind aufgrund ihrer Fluchtgeschichten und den Herausforderungen in ihrer aktuellen Lebenslage besonders mit der Bewältigung schwieriger Situationen konfrontiert. Diese können Risikofaktoren für die Entstehung von unangemessenen Aggressionen und von Gewalt sein. Neben den Risikofaktoren werden auch bestehende Schutzfaktoren in den Blick genommen.
Die Akzeptanz von gewalttätigem Verhalten hängt zudem von kulturellen Normen, sowie der Situationsangemessenheit des Verhaltens ab.
Im Umgang mit Aggressionen ist das Ziel zunächst, die Entstehung von Aggressionen an sich zu verhindern bzw. potentiell aggressionsauslösende Situationen zu vermindern.
Erste deeskalierende Strategien umfassen Möglichkeiten der verbalen Deeskalation sowie körpersprachliche Techniken, aber auch polizeiliche und rechtliche Interventionsmöglichkeiten sind mitunter notwendig.
Im Umgang mit eskalierender Gewalt ist ein abgestimmtes Vorgehen innerhalb der Einrichtung, beispielsweise in Form eines Stufenplans sinnvoll. Ein weiteres sinnvolles Instrument sind Notfallpläne, die notwendige Handlungsschritte bei Eintreten eines Notfalls beschreiben.
In der Fortbildung wird das Augenmerk sowohl auf Aggressionen und Gewalt unter Bewohner:innen als auch innerhalb von Partnerschaften gelegt.
Um Bewohner:innen bei der Bewältigung von schwierigem Verhalten zu unterstützen und ihnen auch emotional beistehen zu können, ist die eigene Psychohygiene in der alltäglichen Arbeitsgestaltung wichtig, denn nur wer gut für sich sorgt, kann gut für andere sorgen.
Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeiter:innen in kommunalen Gemeinschaftsunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen sowie in kommunalen Behörden und Landesbehörden und Beratungsangeboten für geflüchtete Menschen.
Referentin:
Henrike Krüsmann
Koordinatorin BIG e.V.
Master Soziale Arbeit
Insoweit erfahrene Fachkraft Kinderschutz
Veranstaltung:
17.09.2026 / 09.00 - 13.00 Uhr
Die Veranstaltung wird digital durchgeführt. Der Zugangslink wird Ihnen bei Anmeldung zeitnah vor der Veranstaltung zugesandt.
Organisation:
Ulrike Ottl und Sanna Jungclaus
Multiplikatorinnen für Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen
DeBUG 2.0 - Kontaktstelle Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Hessen
debug.nord-west@diakonie-os.de
Teilnahmegebühr:
Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Aufgrund der BMBFSFJ-Förderung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ wird die Veranstaltung für die Teilnehmenden kostenfrei angeboten.
Anmeldungen:
Anmeldungen können über das Anmeldeformular auf dieser Webseite vorgenommen werden. Bitte scrollen Sie dazu nach unten.
Das Austauschtreffen wird veranstaltet von der DeBUG 2.0 - Kontaktstelle für Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Hessen.
An dieser Stelle sei auch auf das kostenfreie Beratungsangebot der DeBUG 2.0 - Kontaktstellen hingewiesen, das sowohl von Mitarbeiter:innen der kommunalen Behörden und Landesbehörden als auch von Mitarbeiter:innen in den kommunalen Gemeinschaftsunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes in Anspruch genommen werden kann.
Beraten wird zu verschiedenen Aspekten des Gewaltschutzes in Unterkünften, den Bedarfen besonders vulnerabler Personengruppen und der Erstellung und Implementierung von Schutzkonzepten.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne unverbindlich an die DeBUG 2.0-Kontaktstelle für Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Hessen.
Das Projekt „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen 2.0“ (DeBUG 2.0) ist ein Projekt der Wohlfahrtsverbände AWO Bundesverband, Deutscher Caritasverband, Diakonie Deutschland, Deutsches Rotes Kreuz und Der Paritätische Gesamtverband und wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert.