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Es gab nacheinander drei nicht miteinander verwandte Geschlechter, die sich als Grafen von Löwenstein bezeichneten: Als erstes zwischen etwa 1100 und etwa 1280 Jahren ein Seitenzweig der Grafen von Calw, als zweites von 1282 bis 1441 die habsburgischen Löwensteiner, deren erster ein illegitimer Sohn des Königs Rudolf von Habsburg war. Das dritte Löwensteiner Grafengeschlecht geht zurück auf Ludwig, einen Sohn aus der nicht standesgemäßen Ehe von Kurfürst Friedrich dem Siegreichen mit der Augsburgerin Clara Tott.
Um diesen Ludwig (1463–1524), den Ahnherrn der noch heute lebenden Fürsten von Löwenstein-Wertheim, geht es in diesem Vortrag. Eine hervorragende Quellenlage ermöglicht es, Leben und Tod des Grafen Ludwig detailliert darzustellen. Es wird deutlich, wie er die Grafschaft Löwenstein erst mühsam gegen seinen Cousin, den rheinischen Kurfürsten Philipp, erwerben musste. Man erfährt weiter, wie Ludwig seine Herrschaft ausübte und welche Politik er betrieb.
Eng mit der Politik und den Finanzen verbunden waren die Ehen Ludwigs. Geradezu pikant wird es, wenn die Quellen intime Einblicke in das Sexualleben Ludwigs und der Adligen um ihn herum ermöglichen. Zum Sex kommt schließlich auch noch „crime“, denn Ludwig wurde 1524 Opfer eines spektakulären Mordes. Die Fahndungsakten sind erhalten, so dass neben der Politik der Jahrzehnte um 1500 eine regelrechte Kriminalgeschichte mit allerhand unerwarteten schlüpfrigen Episoden vorgestellt werden kann.
Eine Veranstaltung des Historischen Vereins Heilbronn mit dem Stadtarchivs Heilbronn.
Veranstaltungsort: Stadtarchiv Heilbronn/ Haus der Stadtgeschichte
Eintritt frei
Veranstaltungsort
Stadtarchiv Heilbronn / Haus der StadtgeschichteEichgasse 1
74072 Heilbronn
Deutschland
Koordinaten (Lat, Long):
49.140652, 9.218493
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