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Grundlagen der differenzierungsbasierten Sexualtherapie mit Paaren 

(2026-BS2)

Sexualität ist bei den meisten Paaren ein sensibles, oft auch problembehaftetes Thema- und eines der häufigsten Anliegen in der Paartherapie. Viele Paare suchen Unterstützung, weil ihre sexuelle Beziehung unter Belastungen, Konflikten, Scham, Kommunikationsmustern oder unterschiedlichen Bedürfnissen leidet.

Diese Seminarreihe bietet eine fundierte Weiterbildung in Paartherapie, in der das Thema Sexualität als zentraler Schwerpunkt vertieft wird.

Da sexuelle Schwierigkeiten bei den meisten Paaren ein häufiges und sensibles Anliegen darstellen, vermittelt die Ausbildung sowohl Grundlagen der Differenzierungsbasierten Paartherapie als auch spezialisierte sexualtherapeutische Kompetenzen.


Ziel der Ausbildung:

Die Teilnehmenden erwerben ein umfassendes paartherapeutisches Basiswissen und erlernen gleichzeitig den professionellen Umgang mit sexuellen Fragestellungen, Dynamiken und Konflikten in Paarbeziehungen.

Die Ausbildung stärkt die therapeutische Haltung, erweitert das methodische Repertoire und befähigt, Paare auch bei komplexen Intimitäts – und Sexualthemen sicher zu begleiten.

Fortbildungsinhalte und Methoden

Grundlage ist der Differenzierungsbasierte therapeutische Ansatz nach Murray Bowen. Diesen hat David Schnarch genutzt, um die bis dato getrennten Arbeitsbereiche Paar- und Sexualtherapie zu verbinden. Seine wegweisende Arbeit in diesem Bereich hat unter anderem Ulrich Clement inspiriert, eine systemische Sexualtherapie zu formulieren.
Berit Brockhausen hat den differenzierungsbasierten Ansatz für Paare weiterentwickelt. Er bietet sowohl in der therapeutischen Arbeit mit Paaren als auch speziell für sexuelle Fragestellungen ein hochwirksames theoretisches und praktisches Fundament.
Die Teilnehmer*innen lernen, Paare anhand dieser Konzepte – Differenzierung, Selbstberuhigung, Verantwortungsübernahme, Wachstumsimpulse – zu begleiten.
Paardynamiken, Eskalationen und Reaktivität werden verstehbar und therapeutisch nutzbar gemacht.


Die Ausbildung vermittelt ein praxistaugliches und praxisnahes Vorgehen bei häufigen sexuellen Schwierigkeiten in Paarbeziehungen:

  • Lustlosigkeit und Lustdiskrepanzen
  • Schmerzen, Dyspareunie
  • Erektions- und Orgasmusstörungen
  • Sexuelles Vermeiden und Bedrängen
  • Sexualität bei Paarkonflikten und Misstrauen
  • Auswirkungen auf die Paarsexualität nach Krisen, Affären, Krankheit, Alter, Stress und bestimmten Lebensphasen
  • Trauma in der sexuellen oder partnerschaftlichen Vorerfahrung


Therapeutische Interventionsmethoden:

  • Gesprächsführung im Paarsetting bei hoher Anspannung, Scham und Tabuthemen
  • Übungen zur Intimität, Körperwahrnehmung und Paarkommunikation
  • Differenzierungsbasierte therapeutische Haltung und Interventionen zu paardynamischen Prozessen von Ko-Regulation, Fusion, emotionaler Abhängigkeit sowie
  • bei vermeidenden und eskalierenden Konfliktpaaren
  • Arbeit mit dem persönlichen Erleben der Therapeut*in (therapeutische Selbstregulation)

Diagnostische Kriterien als auch konkrete Interventionsformen werden eingeübt.

Theorie, Selbsterfahrung und Methodenpraxis greifen eng ineinander, sodass die Teilnehmer*innen Sicherheit in der therapeutischen Arbeit mit sensiblen Intimitäts- und Sexualthemen entwickeln.


Der Aufbau der Seminarreihe orientiert sich am Ablauf einer Paartherapie.

Block I: Erstgespräch und Eingangsphase – das Arbeitsbündnis herstellen. Themenschwerpunkt: Unterschiede im sexuellen Verlangen

Termin: 14.09. + 15.09. 2026 (16 UE)


Block II: Das gemeinsame Problem verstehen und Arbeitsfähigkeit ermöglichen. Themenschwerpunkt: Schmerzen beim Sex

Termin: 12.10. + 13.10. 2026 (16 UE)

              

Block III: Differenzierung fördern – Begegnung und Intimität ermöglichen. Themenschwerpunkt: Erektionsstörungen 

Termin: 02.11 + 03.11. 2026 (16 UE)


Block IV: Veränderung ermöglichen – Entscheidungen herausfordern. Themenschwerpunkt: Sexualität und Krankheit

Termin: 30.11. + 01.12. 2026 (16 UE)


Block V: Wachstum und Abschluss - die Veränderung begleiten. Themenschwerpunkt: Paartherapie bei sexueller Traumatisierung

Termin: 21.12. + 22.12. 2026 (16 UE)


Die Dozentin

Carlotta Baehr ist systemische Familientherapeutin, systemische Paartherapeutin, systemische Sexualtherapeutin und differenzierungsbasierte Paartherapeutin (IDA/DGVT). Sie ist Supervisorin für die Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung und IDA. Sie lebt und arbeitet in Hannover.

Was noch wichtig ist

Umfang:  16 Unterrichtseinheiten a 45 Minuten pro Seminarblock. Insgesamt 80 UE

Kosten: 
Standardpreis: 2200 €
Bei Buchung vor dem 15.4.2026:  2000 €
Preis für DGVT-Mitglieder: 2000 € (Bitte die Mitgliedsnummer bei der Buchung angeben) 

Arbeitszeiten:
10 - 11:30 Uhr, 12 - 13:30 Uhr, 15 - 16:30 Uhr, 17 - 18:30 Uhr

Die Zertifizierung ist bei der Psychotherapeutenkammer Berlin beantragt. Erfahrungsgemäß entspricht die Zahl der Fortbildungspunkte der Zahl der Unterrichtseinheiten.

Träger der Fortbildung

IDA – Institut für differenzierungsbasiertes Arbeiten in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT)

Rücktritt

Der Rücktritt erfolgt in schriftlicher Form bis zu 6 Wochen vor Kursbeginn unter Einzug einer Bearbeitungsgebühr von 25,- €. Bei späterem Rücktritt wird die gesamte Gebühr einbehalten, es sei denn, es rückt jemand von der Warteliste nach.

AGB

IDA AGB Die allgemeinen Geschäftsbedingungen können Sie hier einsehen.
Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt.
Wir behalten uns evtl. notwendige Terminänderungen vor, sind aber bemüht diese zu vermeiden. Bitte beachten Sie, dass wir bei Präsenzseminaren keine Hotelbuchungen durchführen.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne unter buero@desafinado.de zur Verfügung.
IDA. Lenbachstrasse 16. 10245 Berlin.


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