Dumbphones statt ChatGPT: Der gesellschaftliche Widerstand gegen KI
Weltweit investieren Staaten Milliardensummen in den Ausbau ihrer nationalen Rechenkapazitäten. Der geopolitische Wettlauf um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz ist entbrannt und kein Land will im globalen Wettbewerb ins Hintertreffen geraten. Auch im Alltag ist die Technologie längst angekommen. Ob im Klassenzimmer, beim Verfassen von E-Mails oder im Arbeitsalltag: Millionen Privatanwender nutzen generative KI ganz selbstverständlich.
Doch es regt sich auch Widerstand und die Kritik an den materiellen und kulturellen Folgen des KI-Booms wächst. Anwohner und Initiativen protestieren gegen den Bau gigantischer Rechenzentren, die enorme Mengen an Land, Energie und Wasser verschlingen. Lehrpersonen warnen vor dem möglichen Verlust grundlegender Fähigkeiten durch den Einsatz von KI in Schulen & Universitäten und viele Social Media Nutzer zeigen sich genervt von massenhaft generiertem KI-Müll (AI-Slop), der ihre Feeds überschwemmt.
Neu ist diese Dynamik nicht. Die Einführung von Schlüsseltechnologien hat historisch immer wieder auch gesellschaftliche Gegenbewegungen hervorgerufen. Das prominenteste Beispiel hierfür ist die Bewegung der Ludditen, die im England des 19. Jahrhunderts zum Sturm gegen die Maschinen aufrief. Erleben wir heute eine moderne Renaissance dieses Widerstands? Ist das demonstrative Umsteigen vieler Jugendlicher auf alte Dumphones nur ein Retrotrend, oder bereits der Beginn einer neuen technologischen Verweigerungshaltung? Seien Sie ab 19 Uhr beim Webtalk dabei und diskutieren Sie mit!