Webtalk-Reihe "Globaler Wandel - Herausforderungen der internationalen Politik" - Teil 2: Irankrieg 2026: Eskalationsdynamiken, Ziele und Folgen mit Lisa-Marie Geltinger
Bundeskanzler Friedrich Merz hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz am 15. Februar 2026 unmissverständlich und eindeutig dargelegt, dass aus seiner Sicht die Weltordnung, wie sie seit Jahrzehnten besteht, nicht mehr existiert und dass Länder wie Deutschland ihren Ansatz für Sicherheit und Verteidigung völlig neu überdenken müssten. Auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas forderte am 5. März 2026 in Zürich die europäischen Länder dazu auf, sich wieder mehr für das Völkerrecht starkzumachen, da andernfalls ihrer Meinung nach noch mehr Krisen und Kriege drohten und die Demokratien zunehmend in Gefahr gerieten.
Auf Grund der sich in den letzten Jahren verschärfenden globalen Situation organisiert die BLZ eine Webtalk-Reihe mit ausgewählten Expertinnen und Experten zu verschiedenen Problemfeldern der internationalen Politik.
Bei dieser neuen Webtalk-Reihe werden „globale Brennpunkte“ auf wissenschaftlicher Grundlage eingeordnet und Potenziale und Lösungsstrategien aus fachkompetenter Perspektive diskutiert.
Das Angebot richtet sich an eine breite Öffentlichkeit und des Weiteren insbesondere auch an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, Studierende und (Ver-)Mittlerinnen und (Ver-)Mittler politischer Bildung.
Im zweiten Webtalk beschäftigt sich Lisa-Marie Geltinger von der Universität Regensburg mit der Frage, warum es zum Angriff auf den Iran kam und warum gerade jetzt. Die Politikwissenschaftlerin forscht schwerpunktmäßig zu iranischer Außen- und Sicherheitspolitik und war bereits mehrfach als Expertin Gast bei ZDFheute live.Sie analysiert in ihrem Vortrag die strategischen Ursachen des Konflikts, von Teherans Nuklear-, Raketen- und Proxy-Strategie bis zu Fehlanreizen und Reaktionen westlicher Politik. Im Zentrum stehen die Ziele der beteiligten Staaten und die Dynamik regionaler Eskalation. Abschließend werden die sicherheitspolitischen, wirtschaftlichen und strategischen Implikationen für Deutschland, Europa und den Mittleren Osten eingeordnet mit Blick auf Handlungsoptionen in einer zunehmend instabilen Ordnung.
Es folgen weitere Veranstaltungen am 17. Juli 2026 zu Lateinamerika (Prof. Günther Maihold) und nach der Sommerpause zu Europa (Prof. Daniel Göler), zu China (Institut für Sinologie der Universität Heidelberg) und zu einem weiteren noch festzulegenden Thema.