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„Was ist dein Schmerz?“
Traumatisierungen und seelische Verletzungen von Kindern sensibel begleiten
Die Entwicklung von Kindern und hier insbesondere das Wachsen des kindlichen Gehirns wird
maßgeblich durch die Menschen in seiner Umgebung beeinflusst. Aus unterschiedlichen
Gründen – z.B. aufgrund von Armut, Gewalt, sexuellen Missbrauchs, Chaos oder
Vernachlässigung – kann ein verehrender Schaden beim Kind angerichtet werden. So kann es zu
erheblichen seelischen Verletzungen kommen, wenn Kinder nicht das bekommen, was sie für
eine gesunde Entwicklung brauchen, nämlich in erster Linie Sicherheit und eine stabile
emotionale Verbundenheit.
Traumatisierte Kinder können ihr Potenzial häufig nicht entfalten, fühlen sich minderwertig und
zeigen bisweilen herausforderndes Verhalten aufgrund großer innerer Spannungen,
Ohnmachtsgefühlen oder Traurigkeit. Um sie dann – z.B. mit strafenden Maßnahmen – nicht
erneut zu traumatisieren, üben wir uns in der Fortbildung darin, auf die Suche nach den nicht
direkt sichtbaren Schmerzen der Kinder zu gehen, um sie sensibler zu begleiten und so eventuell
einen entscheidenden Beitrag zu ihrer Heilung zu leisten. In der Fortbildung schauen wir uns
zudem genauer an, wie ein praxisnaher und ressourcenorientierter Umgang mit traumbedingtem
Verhalten von Kindern möglich ist. Hierzu werden wir unter anderem sowohl mögliche Auslöser
als auch Folgen von traumatischen Ereignissen näher beleuchten und hilfreiche Maßnahmen für
die Praxis kennenlernen – und all das immer unter folgender Prämisse: „Beziehung ist das, was
Veränderung bewirkt. Die stärkste Therapie ist menschliche Liebe.“ (Bruce Perry in „Der Junge,
der wir ein Hund gehalten wurde.“)
Auf einen Blick:
• Einführung in die Traumapädagogik
• Auslöser und Folgen von Traumatisierungen
• Psychische Grundbedürfnisse
• Zusammenhang von herausforderndem Verhalten und Traumatisierung
• Praxistipps zum Umgang mit traumatisierten Kindern
Termin | Montag 19.10.2026 / Montag 30.11.2026 & Donnerstag 17.12.2026 |
Uhrzeit | 9:00 – 16:30 Uhr |
Ort | Heppenheim, Gesundheitsamt, Kettelerstr. 29, Raum 44-45 |
Kosten | 120,00 Euro |
Referentin | Lena Helmling, Pädagogik B.A., Bildungswissenschaften M.A., |