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Ergänzend zum Online-Talk zu „Neutralität in Bildungsarbeit und Verwaltung“ bieten Jana Sämann (Universität Siegen) und Philipp Legrand (Niedersächsisches Studieninstitut, NSI) einen dreistündigen Vertiefungsworkshop an.
Im Workshop steht die gemeinsame Auseinandersetzung im Mittelpunkt: Zentrale Fragen rund um den Neutralitätsbegriff werden aufgegriffen und anhand von Erfahrungen aus der Praxis weiter vertieft. Dabei geht es nicht nur um Einordnung, sondern vor allem um den Austausch unter den Teilnehmenden.
Welche Herausforderungen begegnen stellen sich im Arbeitsalltag?
Wie lässt sich mit unterschiedlichen Erwartungen an „Neutralität“ umgehen?
Und welche Strategien haben sich in der Praxis bewährt?
Der Workshop bietet Raum, eigene Fragen einzubringen, Perspektiven zu teilen und gemeinsam an konkreten Handlungsansätzen zu arbeiten. Ziel ist es, die eigene Praxis zu reflektieren und neue Impulse für den Umgang mit dem Thema mitzunehmen.
Jana Sämann arbeitet zu Fragen von Bildung in der Jugendarbeit, insbesondere zu professionellen Selbstverständnissen sowie politischen Interventionen im Kontext politischer Bildung. Sie ordnet ein, wie der Neutralitätsbegriff genutzt wird, um politische Bildung zu delegitimieren und Diskurse zu verschieben. Derzeit erforscht sie unter anderem, wie Fachkräfte sich zu sogenannten „Neutralitätsanrufungen“ verhalten.
Dr. Philipp Legrand bringt die Perspektive der kommunalen Verwaltung ein. In seiner Tätigkeit am NSI beschäftigt er sich, aus den Sozialwissenschaften kommend, mit der Umsetzung politischer Bildung in der Ausbildung von Verwaltungsmitarbeiter_innen. Er zeigt auf, wie Neutralität im Verwaltungshandeln verstanden wird und welche praktischen Implikationen sich daraus ergeben.