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Wie entstehen in Afrika Ideen von „Gottesstaat“ und warum wirken sie bis heute politisch nach? In diesem Vortrag spannt Mubarak Bala den Bogen von der Berliner Konferenz 1884 über Kolonialherrschaft, Unabhängigkeitsbewegungen und Militärregime bis zur aktuellen Lage im Sahel und dem Aufstieg dschihadistischer Gewalt.
Bala spricht nicht nur als Analytiker, sondern als jemand, der selbst für weltanschauliche Freiheit verfolgt wurde: Festnahme 2020, Verurteilung 2022 zu 24 Jahren Haft wegen "Erregung öffentlichen Ärgernisses" und schließlich Freilassung nach internationalem Druck.
Seit 2025 ist er im Rahmen eines humanistischen Schutzprogramms in Deutschland, um zu regenerieren und seine Menschenrechtsarbeit fortzuführen.
Für interessierte Teilnehmende bietet der Abend einen belastbaren historischen Rahmen, aktuelle Einordnung und eine seltene Innenperspektive darauf, was Religionskritik, Säkularität und Menschenrechte in einem realen Hochrisiko-Kontext bedeuten. Im Anschluss ist Zeit für Fragen und Diskussion.
ACHTUNG: Der Vortrag findet im Haus des Humanismus (Potsdamer Straße 157) und auf Englisch statt. 
Referent: Mubarak Bala, Menschenrechtsaktivist und Bürgerrechtler aus Nigeria