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Aufbauseminare der differenzierungsbasierten Paartherapie 2026
Die differenzierungsbasierte Paartherapie nutzt die notwendigen Krisen einer auf Dauer angelegten verbindlichen Liebesbeziehung als Chance für individuelles und gemeinsames Wachstum. Dieser Ansatz geht zurück auf Murray Bowen, einen der Begründer der Systemischen Familientherapie, und er wurde für Paare vertieft unter anderem durch David Schnarch und Ellyn Bader. Er ist geprägt von dem Vertrauen in die Resilienz und die Ressourcen der Klient*innen.
Die differenzierungsbasierte Arbeit ermöglicht schnelle Veränderungen der Paardynamik und ist auch geeignet bei hoher Dysfunktionalität der Beteiligten.
Die Aufbauseminare vertiefen die Inhalte der Grundausbildung differenzierungsbasierte Paartherapie an konkreten, für die Paartherapie relevanten Themen. Die Arbeitsweise ist fallorientiert mit vielen Gelegenheiten zum Ausprobieren und Üben.
In einer Mischung aus Seminar, Interventionstraining und Fallarbeit/Supervision kann der komplexe Ansatz der differenzierungsbasierten Paartherapie gelernt und sofort in die eigene Arbeit implementiert werden.
Seminar 2026-A5: Eine:r will immer mehr. Die Arbeit mit Bedürfniskonflikten in der differenzierungsbasierten Paartherapie
Termin: 7.09. + 8.09. + 10.09.2026 (20 UE)
Wesentliche Inhalte:
„Ich will, dass wir mehr miteinander reden!“ „Ich möchte häufiger mit dir ausgehen!“ „Warum begehrst du mich nicht?“ „Wie lange brauchst du noch, um dich für ein Kind zu entscheiden?“ Der Umgang mit den leidigen Unterschieden macht vielen Paaren zu schaffen. Wenn sie in die Therapie kommen, dann deshalb, weil alle Kompromisse bereits ausgereizt sind und trotzdem keine Lösung zu finden ist. Die Feindseligkeit ist hoch, genauso die Verzweiflung. Man will sich nicht trennen, und doch scheint es keine andere Lösung zu geben.
Wie geht man in der Paartherapie mit Konflikten um, bei denen weder Kommunikations- noch Konfliktlösungstraining weiter hilft? Wie lassen sich die destruktiven Interaktionen stoppen? Und welche Entwicklungsschritte bringen das Paar aus dieser Sackgasse heraus?
Seminar 2026-A6: Momente der Begegnung. Konfrontation und therapeutische Allianz in der differenzierungsbasierten Paartherapie
Termin: 2.11. + 3.11. + 5.11.2026 (20 UE)
Wesentliche Inhalte:
Wenn Paare in die Paartherapie kommen, dann deshalb, weil ihre bisherigen Lösungsstrategien nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Damit sich etwas verändern kann, braucht es eine neue Sicht auf die gemeinsamen Probleme. Und natürlich bewegt sich erst dann etwas, wenn mindestens eins von beiden entscheidet, das eigene Verhalten zu verändern, mit dem er:sie zu den Schwierigkeiten beiträgt.
Dafür müssen Therapeut:innen notwendige Dinge aussprechen, auch wenn sie weh tun. Doch wie lässt sich eine ausgewogene therapeutische Allianz zu beiden herstellen und halten, ohne dass notwendige Konfrontationen vermieden werden? Welches sind überhaupt notwendige Konfrontationen? Wann ist ein guter Zeitpunkt dafür? Wie können sie formuliert werden? Was gibt es bei der Vorbereitung, aber auch bei der Konfrontation selbst zu beachten? Wie mit der Reaktion der Klient:innen auf die Konfrontation umgehen? Woran erkennen wir, dass eine Konfrontation erfolgreich war?
Fortbildungsinhalte und Methoden
Ziel der Fortbildung ist es, die in den Grundlagenseminaren gelernten Werkzeuge der differenzierungsbasierten Paartherapie zu vertiefen, indem sie auf zentrale Themen angewendet werden, mit denen Paare in die Paartherapie kommen. Theoretische Inhalte werden in kurzen Videos erklärt, die vorgestellten Interventionen werden geübt und in Rollenspielen angewendet. Der Schwerpunkt liegt in der praktischen Arbeit mit Paaren. Diese werden in kleinen Übungen zunächst trainiert und dann in Trainingsrollenspielen angewendet. In jedem Seminar werden wir darüber hinaus eine förderliche therapeutische Haltung und Allianz reflektieren.
Die zwei Seminartage Montag und Dienstag (10-18:30 Uhr) werden ergänzt mit einem Onlinetraining am Donnerstag vormittag (9-12:30 Uhr)
Die Dozentin
Barbara Beck ist approbierte Kinder- und Jugendlichentherapeutin und systemische Sexualtherapeutin und differenzierungsbasierte Paartherapeutin (IDA/DGVT). Sie hat darüber hinaus eine Fortbildung in integrativer Leib- und Bewegungstherapie (IBT). Sie lebt und arbeitet in Mönchengladbach.
Zielgruppe der Fortbildung
Die Seminare richten sich an Kolleg*innen mit abgeschlossener Psychotherapieausbildung. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Besuch der vier Basisseminare („Einführung in die Paartherapie“). Die Aufbauseminare sind in Ausnahmefällen und auf Nachfrage auch offen für Kolleg*innen, die die Grundlagenseminare nicht besucht haben, aber die bereits paartherapeutisch arbeiten und keine Zertifizierung anstreben.
Was noch wichtig ist
Umfang: 20 Unterrichtseinheiten a 45 Minuten pro Seminarblock.
Kosten: 450€ bei Buchung eines Blocks (440 für DGVT-Mitglieder)
Die Zertifizierung ist bei der Psychotherapeutenkammer Berlin beantragt. Erfahrungsgemäß entspricht die Zahl der Fortbildungspunkte der Zahl der Unterrichtseinheiten.