S 11 - Was tun?
Vermutung einer Kindeswohlgefährdung durch sexualisierte Gewalt
Mädchen* und Jungen*, denen sexualisierte Gewalt widerfährt, können sich häufig nicht direkt mitteilen. In ihrer Not wenden sie sich daher an Erwachsene nicht durch das direkte Gespräch, sondern geben versteckte und / oder offene Hinweise, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Es ist wichtig, diese Signale als solche wahrzunehmen und verstehen zu können. Die
Vermutung einer Gefährdung des Kindeswohls durch sexualisierte Gewalt kann bei Fachkräften Handlungsdruck, Abwehr und Unsicherheit auslösen. Ziel des Seminars ist es deshalb, die Handlungssicherheit von Fachkräften zu stärken, indem praxisnahe Herangehensweisen an den Umgang mit einer Vermutung der Kindeswohlgefährdung durch sexualisierte Gewalt vermittelt und ausprobiert werden. Ergänzend werden facettenreiche Methoden vorgestellt, die einen präventiven Charakter haben und zur Stärkung von Kindern beitragen. Diese Methoden eignen sich gleichzeitig dazu, Fachkräfte als kompetente Ansprechpersonen für Kinder sichtbar zu machen. So können Mädchen* und Jungen* eingeladen werden, sich im Bedarfsfall mitzuteilen.
Inhalt des Seminars sind u. a.:
- Kennenlernen von Kriterien für die Einschätzung einer Vermutung
- Erarbeiten von Handlungsschritten bei der Abklärung einer Vermutung
- Gestaltung des Umgangs mit dem Kind und dessen Unterstützung
- Kennenlernen und Erproben von (präventiven) Methoden für jüngere Kinder
- Wann und über was wird mit den Eltern gesprochen?
- Erlernen von Kriterien zur Dokumentation
- Vorstellen von hilfreichen Arbeitsstrukturen
Zielgruppe: Fachkräfte, die mit Kindern (3-10 Jahre) arbeiten
Termin: Do. 10.09.2026, 9:00 – 16:30 Uhr
Referentinnen: Anika Nagel
Ort: Dostojewskistr. 14, 65187 Wiesbaden (Fortbilungszentrum von Wildwasser Wiesbaden e.V.,
siehe Wegbeschreibung)
Kosten: € 125,00
Hinweis:
Dies ist ein Aufbauseminar. Voraussetzung dafür sind Grundlagenkenntnisse, die durch eines unserer Basisseminare (Thema „Gewalt statt Geborgenheit – Einführung in die Thematik der sexualisierten Gewalt“) oder auf anderem Wege erworben wurden. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Kenntnisse ausreichen, kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder telefonisch.